Kandidat für die Bürgermeisterwahl

CDU und SPD wollen Frank Maatz

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Seit gestern Abend Kandidat von CDU und SPD: Frank Maatz.

Sulingen - Die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Sulingen und die des SPD-Ortsvereins Sulinger Land haben sich gestern Abend wie erwartet für die Unterstützung von Frank Maatz als Kandidat für die Bürgermeisterwahl im Herbst diesen Jahres ausgesprochen.

„Einstimmig“, meldete CDU-Vorsitzender Mario Pschunder aus der CDU-Versammlung, „einstimmig“, ließ auch SPD-Chef Joachim Oltmann aus der der Sozialdemokraten verlauten. Während CDU und SPD nichtöffentlich und getrennt tagten, hatten die Freien Wähler Sulingen, die Grünen und der FDP-Ortsverband zu einer gemeinsamen öffentlichen Info-Veranstaltung gebeten – Vorstellungsstress für Frank Maatz.

Zum Auftakt seiner Vorstellungstournee bei der Gemeinschaftsveranstaltung von Freien Wählern, Grünen und Liberalen gab sich der Meinerzhagener ruhig, fast schon gelassen. Weißes Hemd, dunkle Krawatte – der 52-Jährige überließ nichts dem Zufall. Vorstellung des eigenen Lebenslaufes, Beschreibung von Tätigkeitsfeldern, Fragerunde – 60 Minuten Zeit hatte der gebürtig aus Bruchhausen-Vilsen stammende Wahlbeamte der Stadt Meinerzhagen für den ersten Termin im Museumscafé am Stadtsee eingeplant. Er begrüßte jeden der etwa 20 Teilnehmer persönlich per Handschlag, hier ein nettes Wort, dort eine höfliche Geste.

Andreas Bodtke, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes und Gastgeber im Museumscafé, verzichtete auf Formalitäten, überließ schnell dem Gast das Feld. Frank Maatz trug wohlüberlegt seinen Lebenslauf vor („Mein Elternhaus steht 30 Minuten vom Sulinger Rathaus entfernt“), sprach von Polizeiausbildung, der zum Diplom-Verwaltungswirt beim Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, 16 Jahren Tätigkeit für die Stadt Osterholz-Scharmbeck, während der er im Zuge der Personalentwicklung beim Landkreis Osterholz-Scharmbeck und mit Abstechern zur Niedersächsischen Staatskanzlei und zum Landkreis Cuxhaven die Laufbahnbefähigung für den allgemeinen höheren Verwaltungsdienst erworben habe.

2007 wechselte er dann nach Nordrhein-Westfalen, wo ihn der Rat der Stadt Meinerzhagen zum Ersten Beigeordneten wählte. Er folgte seiner Frau, die es schon 2006 beruflich nach Köln gezogen hatte.

Frank Maatz selbst bezeichnet sich als Stratege, als Netzwerker, Workaholic, ist als Dezernent für die Bereiche Finanzen, Organisation, Personal, Soziales, Ordnung und Recht verantwortlich. Er sieht seine Hauptaufgabe in der Steuerung von kommunalen Entwicklungsprozessen („Ich sehe mich als Gestalter“). Frank Maatz zu Frage nach dem Stellenwert der interkommunalen Zusammenarbeit: „Man kann nicht immer alles selber machen.“ Maatz zur Frage nach Freizeitbeschäftigungen: „Früher Fußball und Handball, heute Tanzen und Schützenwesen.“ Maatz zur Frage nach seinen größten Schwäche: „Zuweilen mir selbst ein wenig zu distanziert.“

Während sich CDU und SPD gestern am späten Abend für eine Unterstützung des Kandidaten ausgesprochen haben, steht eine Entscheidung bei den Grünen und bei der FDP noch aus.

Die Freien Wähler hatte sich bereits darauf verständigt, auf eine Kandidatenunterstützung im Grundsatz zu verzichten. · oti

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