Schon 1 800 Übernachtungen in diesem Jahr / Attraktiv durch geringe Kosten

Wohnmobil-Stellplätze so gut belegt wie noch nie

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Mit der Unterstützung der Stadt und heimischer Betriebe hat Ludwig Meyer das große Willkommensschild errichtet, das den Campern den Weg auf den Marktplatz weist. ·

Diepholz - Der stürmische Herbstwind fegt die Blätter durch die Straßen – nicht eben das beste Wetter für einen Ausflug mit dem Wohnmobil. So ist derzeit auch die Belegung des Stellplatzes am Markt in Diepholz durchaus überschaubar.

Die relative Leere soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass der Wohnmobilstellplatz in der Kreisstadt immer beliebter wird. Noch nie waren so viele Camper hier zu Gast wie in diesem Jahr. Das geht aus Zahlen hervor, die die Stadtverwaltung auf Anfrage mitgeteilt hat.

Sie zeigen die deutliche Steigerung der Übernachtungszahlen in den vergangenen drei Jahren. Während 2010 noch 1 086 Übernachtungen von Campern registriert worden waren, stieg die Zahl 2011 schon auf 1 262. Ein Jahr später war auf dem Gelände im nördlichen Bereich des Marktplatzes noch mehr los: 1 623 Übernachtungen wurden gezählt. „In diesem Jahr werden wir einen Rekordwert erreichen“, freut sich Stadtsprecherin Katharina Fischer. In den ersten drei Quartalen stehen bereits 1 793 Übernachtungen zu Buche, also bereits jetzt mehr als im gesamten Vorjahr.

Aufgrund der guten Entwicklung gebe es bei der Stadt sogar Überlegungen, die Zahl der Stellplätze um vier bis sechs zu erweitern, ergänzt Fischer. Entschieden ist das allerdings noch nicht. Die letzte Erweiterung war im Jahr 2007, als die Zahl der Plätze von zuvor zwölf auf 20 aufgestockt wurde.

Im Auftrag der Stadt werfen Ludwig Meyer und Ralf Knüpling regelmäßig ein Auge auf den Platz, sorgen dafür, dass die Anlagen funktionstüchtig und sauber sind. Meyer, der die Einrichtung des Platzes vor gut zehn Jahren initiiert hatte, hebt dabei auch die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt hervor.

„Manchmal wundere ich mich selber“, so Meyer mit einem Schmunzeln, „der Platz ist in ganz Deutschland bekannt. Die Gäste kommen aus allen Himmelsrichtungen.“ Auch zahlreiche Niederländer haben Diepholz als „Stand“-Ort entdeckt.

Den Erfolg des Platzes erklärt Meyer auch mit der günstigen Kostenstruktur. Strom, Wasser und Entsorgung müssen gezahlt werden, eine Standgebühr gibt es nicht. „Wenn wir Geld nehmen würden, wäre der Andrang wohl nicht so groß.“

So sieht es auch das Rentner-Ehepaar aus der Nähe der Deutsch-Dänischen Grenze, das gestern sein Wohnmobil auf dem Marktplatz einparkte. Wandern oder Radfahren, die Stadt erkunden und vielleicht einen Abstecher zum Dümmer, das haben sie sich vorgenommen für ihren Aufenthalt hier.

„Wir finden das gut, dass das kostenlos ist“, sagt die Dänin in tadellosem Deutsch. Und sie fügt lachend hinzu: „Jetzt wollen die Geschäftsleute bestimmt, dass wir hier auch Geld ausgeben.“ Sie hätten wohl nichts dagegen. · sr

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