Jürgen Pohls Saltimbocca-Rezept steht im Kochbuch „Der Norden is(s)t lecker“

Wöpser Sonntagskoch entdeckt Appetit auf Spätzle

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Jürgen Pohl und sein Sohn Tomke lassen sich die Saltimbocca mit Spätzle schmecken. ·

Wöpse - Vorsichtig schabt Jürgen Pohl den Teig in kleinen Stücken vom Brett, direkt hinein in das kochende Wasser. „Spätzle mochte ich nie“, erzählt der 48-Jährige. Bis er die schwäbische Spezialität frisch genoss: Von da an schmeckten ihm die Teigwaren aus Frischei. Heute macht er sie selbst – mit einem speziellen Brettchen, das ihm seine schwäbischen Nachbarn aus Wöpse geliehen haben.

Dabei sind die leckeren Spätzle eigentlich nur eine Beigabe zu dem Gericht, das Jürgen Pohl zu besonderen Anlässen zaubert: Saltimbocca. Parmaschinken und frische Salbeiblätter legt er dafür auf Kalbsschnitzel, pfeffert und versieht sie mit einem Spritzer Zitronensaft.

„Mit Salz muss man vorsichtig umgehen, weil ja im Schinken schon viel davon steckt“, erzählt der Hobbykoch, während er das belegte Kalbfleisch in der Mitte faltet, zusammensteckt und in der Pfanne brät. Anschließend kommt es für etwa zehn Minuten in den Ofen. Dann zieht Jürgen Pohl die Spieße heraus und legt das Fleisch zurück in die Pfanne, in eine feine Soße aus Weißwein und Sahne.

Gattin Doris schmeckt ab. „Ein bisschen Sahne fehlt noch“, sagt sie und gießt im nächsten Augenblick das Dressing über den grünen Salat. Den hat sie gemacht, alles andere überlasst sie heute ihrem Mann. Denn der kocht am liebsten am Wochenende: „Ich bin eher ein Sonntagskoch.“ Für die Hausmannskost sei ihr Ehemann zuständig, sagt Doris Pohl. „Und für das Backen.“

Derweil nippt ihr Gatte an seinem Glas Küchenwein und plant den nächsten Arbeitsschritt. „Ich habe meine Rezepte im Kopf“, erzählt der 48-Jährige. Als für ihn feststand, dass er bei der Kochbuch-Aktion der Mediengruppe Kreiszeitung mitmachen wollte, musste er erstmal das Rezept in aller Ruhe notieren. Vorbereitet hat er das Essen dagegen im Nu: „Das dauert eine gute halbe Stunde.“

Als Alternative zum Kalbs- kann man auch Schweinefleisch verwenden, sagt der Wöpser Hobbykoch. Dennoch: Mit Kalbsfleisch schmecke es am besten, die Salbeiblätter in der Füllung verleihen dem Gericht zusätzlich den geschmacklichen Kick.

„Saltimbocca gibt es bei uns zwei Mal im Jahr zu besonderen Anlässen“, sagt Jürgen Pohl über das Menü, das der ganzen Familie schmeckt. Sein Sohn Tomke lässt es sich deshalb nicht nehmen, den Teller noch einmal aufzufüllen, vor allem mit den Spätzle, die sein Vater so sorgsam gemacht hat.· ine

//www.kreiszeitung.de/rezepte

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