Stefanie Hertel, Stefan Mross und Eberhard Hertel mit „Spezial-Programm“ in der Schul-Mensa

„Wir drei ergänzen uns gut“

Steht lieber auf kleinen Bühnen: Stefanie Hertel.

Br.-Vilsen - (brm) · Sie sind sowohl einzeln als auch im Trio erfolgreich. Freunde der volkstümlichen Musik haben am 30. Januar Gelegenheit, Stefanie Hertel, Stefan Mross und Eberhard Hertel live in der Mensa des Schulzentrums Bruchhausen-Vilsen zu erleben. Warum ihr Auftritte in ländlichen Bereichen besonders viel Freude bereiten, verrät Stefanie Hertel im Interview mit dieser Zeitung.

?Sie stehen auf Bühnen in Hamburg, München und Zürich. Worin liegt der Reiz einer kleinen Bühne wie in Bruchhausen-Vilsen?

!Ich stehe eigentlich lieber auf kleinen Bühnen. Wir waren kürzlich eine ganze Weile auf Tournee durch kleine Orte. Diese kleinen Häuser haben viel mehr Persönlichkeit. Außerdem sind die Menschen auf dem Land noch nicht so „überfüttert“, und man kann ihnen noch mehr Freude machen als den Leuten in der Stadt, die manchmal schon ein bisschen verwöhnt sind. Man ist einfach noch ein bisschen näher dran am Publikum.

?Was für ein musikalisches Programm erwartet das Publikum in Bruchhausen-Vilsen?

!Wir sind ja zu dritt ein eingespieltes Team und bauen uns unsere Programme immer so, dass es nicht nur ein Herunterleiern aneinander gereihter Lieder ist. Wir überlegen uns im Vorfeld genau: „Wie können wir den Abend aufbauen, die beste Stimmung bringen und die Leute durch kleine Sketche aufheitern ?“ Natürlich steht bei uns die Live-Musik im Vordergrund. Wir haben wie immer auch unsere Band dabei, das heißt, jeder Ton wird auch live passieren.

?Haben Sie ein spezielles Repertoire, das nur Titel beinhaltet, die sie als Trio eingesungen haben, oder werden auch Solo-Stücke zu dritt neu interpretiert?

!Das ist ziemlich bunt gemischt. Wir werden auf Bruchhausen-Vilsen einen eigenen Programmablauf zuschneidern. Wir waren jetzt länger nicht mehr zu dritt unterwegs und werden nach dem 30. Januar auch erstmal längere Zeit keine gemeinsamen Auftritte haben, daher werden wir das Programm schon speziell anpassen. Das Schöne bei uns dreien ist, das es unheimlich viel Abwechslung gibt. Jeder hat seine Solotitel, dann gibt es aber auch die verschiedensten Duette und natürlich Lieder im Trio.

?Nun bringt aber nicht nur jeder musikalisch, sondern auch charakterlich etwas in ein Trio ein. Wie ist das bei Ihnen?

!Mein Vater geht mit großer musikalischer Erfahrung an die Sache heran. Stefan bringt viel Witz, Humor und auch Erfahrung in Sachen Moderation mit ein und kann unheimlich spontan auf Situationen reagieren, was uns nicht so leicht fällt wie ihm. So hat jeder seine Stärken und wir ergänzen uns unheimlich gut.

?Sie stehen seit über 25 Jahren mit Ihrem Vater auf der Bühne, wenn auch inzwischen nur noch sporadisch. Worin liegt das Geheimnis Ihrer offensichtlich guten Zusammenarbeit?

!Wir haben eben die gleichen Gene und haben uns einfach schon immer gut verstanden. Das ist nach wie vor so, auch musikalisch gesehen. Das funktioniert einfach.

?Was wären Sie geworden, wenn Sie sich nicht für den Beruf der Sängerin entschieden hätten? Stand da jemals etwas anderes zur Debatte?

!Nicht wirklich, aber die Vermutung liegt nahe, dass ich andernfalls Köchin geworden wäre, weil etwa die Hälfte meiner Familie diesem Beruf nachgeht. Ich habe nicht nur Spaß an der Musik gehabt, sondern auch früh Fuß gefasst und Erfolge feiern können, so dass ich eben auch davon leben konnte.

?Bleibt Ihnen hin und wieder Zeit für Ihre Kochleidenschaft?

!Bei uns zu Hause wird regelmäßig frisch gekocht, und das macht mir auch nach wie vor sehr viel Spaß.!

?Sie bezeichnen sich selbst gerne als „Live-Mugger“. Worin liegt der besondere Reiz, auf der Bühne zu stehen?

!Ich glaube, das kann nur jemand verstehen, der selbst auf der Bühne steht und Musik macht. Das ist einfach die absolute Erfüllung für jeden Musiker. Das geht uns allen dreien so, ebenso wie unserer Band – wir sind da ganz wild drauf. Töne gemeinsam mit anderen zu produzieren, und das klingt dann gut und schwingt im Herzen und im Bauch mit, das Gefühl kann man kaum beschreiben. Das i-Tüpfelchen ist dann natürlich ein begeistertes Publikum.

?Sie haben mit vier Jahren zum ersten Mal auf der Bühne gestanden. Ihre Tochter ist jetzt neun Jahre alt – zeigt sie Ambitionen, Ihnen nachzueifern, vielleicht in Form eines „Drei-Generationen-Projekts“?

!Nein, sie hat eine ganz unbeschwerte Kindheit und zeigt diese Ambitionen nicht, die mein Mann und ich als Kinder hatten.

?Familie ist ein zentrales Thema für Sie. Finden Sie zwischen den Jahren Zeit, sich in Ruhe der Verwandtschaft zu widmen?

!Ja, das ist uns immer ein großes Anliegen. Kurz vor Weihnachten ist bei uns grundsätzlich Schluss mit Auftritten und Terminen. Erst im Januar geht es wieder weiter, und wir freuen uns immer sehr auf die Zeit im Familienkreis.?

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