Gemeindeverwaltung möbelt die Marina in Sudweyhe kräftig auf

Der Wieltsee soll ein festes Weyher Ausflugsziel werden

Derzeit liegen 80 Boote und Jachten an der Marina Wieltsee in Sudweyhe. ·

Weyhe - Von Sigi SchrittSUDWEYHE · Etwa 80 Boote und Jachten liegen derzeit an den Steganlagen in der Marina Wieltsee in Sudweyhe. Doch es sollen noch mehr werden. Viel mehr. Nach den Sanierungsarbeiten rechnet die Gemeinde Weyhe als Eigentümerin des Areals mit weiteren Interessenten für die Liegeplätze.

„Da ist noch viel Luft nach oben“, sagt Steffen Nadrowski, Leiter des Fachbereichs Bau, Planung und Umwelt. „Die Nachfrage ist da. Der frühere Eigentümer hatte zu Hochzeiten etwa 120 Schiffe.“ Das möchte die Gemeinde deutlich übertreffen.

Bis zum Monatsende sollen die beiden Hauptsteg-Anlagen renoviert sein. Alle neuen Bangkirai-Planken bekommen sogenannte Doppelkreuzpoller aufgeschraubt. Außerdem stehen jedem Anleger sichere Anschlüsse zur Verfügung, damit Strom und Frischwasser verbrauchsabhängig gezapft werden können. „Die Bootsbesitzer sollen das Gefühl haben, etwas geboten zu bekommen“, ergänzt Ninos Celik vom Fachbereich Gebäudewirtschaft.

Ziel ist es, so Steffen Nadrowski, dass die Marina Wieltsee „dauerhaft attraktiv und wirtschaftlich“ betrieben wird. Doch die Gemeinde Weyhe sieht sich nicht selbst in der Rolle als Marina-Betreiberin, obwohl sie derzeit Hafenmeister Charles Clottey noch auf ihrer Gehaltsliste hat. Die Verwaltung sucht bundesweit Investoren oder Betreiber, die das Gelände langfristig pachten. Die könnten Clottey übernehmen, so die Vorstellungen.

Insgesamt sechs Interessenten hätten sich bereits gemeldet, obwohl die Gemeindeverwaltung in einschlägigen Zeitschriften noch gar nicht inseriert hatte. „Für uns ist es wichtig, dass wir die Spielregeln bestimmen, dass einerseits ein wirtschaftlicher Betrieb machbar ist, andererseits aber so ein schönes Fleckchen Erde für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt“, sagt Nadrowski. Es soll sogar ein festes Ausflugsziel werden. Er wünscht sich zahlreiche öffentliche und kulturelle Veranstaltungen, um die Bedeutung des Areals als Erholungsstätte zu unterstreichen. Parkplätze müsste man auch so organisieren, dass man für diese Veranstaltungen sogar Busverkehr abwickeln kann, gibt Steffen Nadrowski die Richtung vor. Er verweist auf Stellplätze an zwei Standorten direkt an der Marina, an der südlichen Alten Weser sowie im Dreyer Hafen.

Die Marina habe etwas Einmaliges. „Hier stimmt die soziale Struktur“, sagt Nadrowski. Was den kleinen Angestellten wie den Millionär eint, die beide ihre Boote vertäut haben, sei in der Idylle der Wesergemeinde die Liebe zum Wasser. Man kann in der flächenmäßig größten Marina der Mittelweser baden und sich auf einem Floß ungestört bräunen. Außerdem sei der Weg vom Steg zur Weser kurz, sieht Nadrowski einen weiteren Vorteil.

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