Zwangsversteigerungsverfahren im April / Verkehrswert rund 550 000 Euro / Gemeinde ist interessiert

Weyher Wieltsee kommt samt Yachthafen unter den Hammer

Ein wenig in die Jahre gekommen: das Gebäude, in dem der Hafenmeister sein Büro bezogen hat. Archivfoto: Schritt

Sudweyhe - (sie/pk) · Der Wieltsee samt Yachthafen in Sudweyhe wird versteigert. Ein Gutachter ermittelte einen Verkehrswert von rund 550 000 Euro. Beim ersten Termin vor dem Amtsgericht Syke am 14.

April werden zehn verschiedene Teilgrundstücke in einer Gesamtfläche von mehr als 225 000 Quadratmetern versteigert – darunter Wasser-, Waldflächen und Bootsanleger, zum Teil herunter gekommende Gebäude sowie Flächen für den Sand- und Kiesabbau. Das Zwangsversteigerungsverfahren betreibt die Sparkasse Bremen.

Für Yachtbesitzer ist das Verfahren vor dem Amtsgericht keine Überraschung: Bereits im März vergangenen Jahres informierte der Bremer Rechtsanwalt Dr. Thomas Klipfel in einem Schreiben darüber, dass „die Grundstücke der ‚Dörgeloh Verwaltungsgesellschaft mbH‘ und damit auch der ‚Yachthafen Marina Wieltsee‘ seit Januar 2009 unter Zwangsverwaltung stehen“. Die sich im vergangenen Jahr bereits abzeichnenden Bestrebungen, den Hafen wirtschaftlicher als bisher zu betreiben, würden intensiviert. Das bekamen die Bootsbesitzer rasch zu spüren: Frischwasser gab es nur zu bestimmten Zeiten und durfte nicht mehr zum Waschen der Boote verwendet werden. Den Stromverbrauch sollten die Nutzer erheblich reduzieren. Zuvor hatte schon der Stromversorger aufgrund ausgebliebener Zahlungen die Lieferung eingestellt. Deshalb musste ein Generator aufgestellt werden.

Ein Lichtblick für die Bootsbesitzer könnten die Bestrebungen der Gemeinde Weyhe sein, das Areal im Rahmen kommunalen Expansionsdrangs im Außenbereich zu erwerben und aus dem Wieltsee ein Naherholungsgebiet zu machen.

Die Verwaltung hatte für den möglichen Zuschlag bei der Zwangsversteigerung im April 600 000 Euro in den Haushaltplan eingebucht. Diese Summe passierte aber nach einem entsprechenden Antrag aller Fraktionen nicht den Bauausschuss am Mittwochabend. Bürgermeister Frank Lemmermann (SPD) denkt nun über eine alternative Finanzierung nach. Im Raum steht eine Tochtergesellschaft, die das Geld aufbringen könnte.

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