Zurzeit gibt es 19 Tagesmütter in Weyhe / Männliche Verstärkung gesucht

Betreuung nach den Wünschen der Eltern

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Im Sandkasten: Tagesmutter Sabrina Schneider spielt mit ihren Schützlingen.

Kirchweyhe - Von Vanessa Siemer. Die Kinder rennen über den Rasen, sie „kochen“ im Hundenapf und spielen Ball. Dann versammelt Sabrina Schneider alle um sich und setzt sich mit ihren kleinen Gästen auf den Spielturm. Mancher Sprössling liegt im Netz, das zwischen zwei Türmen gespannt ist. Die Kinder quieken und lachen, als Schneider sie kitzelt, doch schnell mahnt sie: „Vorsicht – nicht zu wild!“. So sieht eine Momentaufnahme im Alltag von Tagesmutter Sabrina Schneider aus.

Seit Januar arbeitet sie als eine von derzeit 19 Tagesmüttern in der Gemeinde. Insgesamt betreuen sie und ihre Kolleginnen rund 60 Kinder, vier davon sind bei Schneider untergebracht.

Der Nachwuchs kann sich in einer 50 Quadratmeter großen Wohnung und einem Garten mit Schaukel, Sandkasten, Rutsche, Wippe, Spielturm und Spielhaus austoben. Im Sommer steht ein kleines Planschbecken bereit. Auf dem gepflasterten Hof fahren die Kinder mit dem Bobbycar; zwei Kaninchen, eine Katze und ein Hund warten auf Streicheleinheiten.

Bevor sich Schneider zu dem Schritt in die Selbstständigkeit entschied, hatte sie als Kinderpflegerin gearbeitet und noch einige andere Jobs nebenher. Nun könne sie Beruf und Familie wunderbar miteinander vereinbaren, sagt die Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern und einem neun Monate alten Baby.

Die Tageskinder sind in der Regel von 7.30 bis 14 Uhr bei ihr. Die Zeiten sind jedoch flexibel, die Eltern vereinbaren sie mit der Tagesmutter. Sie schätzten an dieser Form der Betreuung im Gegensatz zur Krippe vor allem das familiäre Umfeld und die Individualität. Die Kinder sind bis zu drei Jahre alt und daher oft mit großen Gruppen überfordert, weiß Schneider.

Ist es schwer, Tagesmutter zu sein? „Für mich ist es relativ einfach, weil ich eine dreijährige Ausbildung zur Kinderpflegerin absolviert habe“ sagt sie. Bei Fragen oder Problemen stehe die Gemeinde zudem mit Rat und Tat zur Seite.

Wichtig für eine Tagesperson sei vor allem der Spaß an der Arbeit mit Kindern sowie Geduld und Ruhe. „Es klappt nicht immer alles so, wie man das gerne möchte.“ Wichtig sei auch, den Kindern zuzuhören.

Zur Vorbereitung gibt es einen Qualifizierungskurs an der Volkshochschule in Syke, der 300 Stunden dauert. Die Kosten dafür übernimmt die Gemeinde.

Anke Weidenhöfer ist pädagogische Fachberaterin in der Gemeinde und Ansprechpartnerin für alle, die Tagesmütter oder -väter werden wollen. Vor allem männliche Betreuer würden gesucht. Die Arbeitszeiten können flexibel gestaltet werden.

Bei Interesse und für weitere Informationen berät Anke Weidenhöfer unter der Telefonnummer 04203 / 71278.

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