Zurück in der Heimat: Peter Fabel und die VHS laden zur Europapremiere ein

Für Vortrag Nordlicht in Hochauflösung festgehalten

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Nein, das sind nicht das Rentier und der Schlitten vom Weihnachtsmann, sondern sie bilden das Gefährt des AbenteurersPeter Fabel, der 1988 in Leeste sein Abitur machte.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Bis zum Schluss feilt Peter Fabel an seinem neuen Multimedia-Vortrag, mit dem er am morgigen Donnerstag in der KGS Kirchweyhe Europapremiere feiert. Außerdem erleben die Besucher ein Jubiläum: seine 1000. Bild- und Filmreportage. In seinem neuesten rund zweistündigen Werk thematisiert er seinen Trip in den schwedischen Teil von Lappland. Der Höhepunkt des Abends bilden die Filmsequenzen vom „grandiosen Nordlicht“, das laut Fabel „im März sogar bis München zu sehen war“.

Für Fabel ist der Vortrag ein Heimspiel, denn er trifft dort auf viele Freunde und Bekannte: Der 48-Jährige wuchs in der Wesergemeinde auf und machte im Jahr 1988 an der KGS Leeste sein Abitur.

Der Journalist, Buchautor und Filmer führt seine Zuschauer mit seiner Reisereportage in tiefverschneite Wälder. Fabel zeigt Elche und Rentierherden, die durch Birkenwälder des einsamen Lapplands streifen. Die Zuschauer erleben das Land und seine Bewohner im arktischen Winter bei Rentierschlitten- und Skitouren durch die tief verschneite Taiga oder im kurzen Sommer bei Kajak- und Bergtouren sowie vom Rücken von Islandpferden in der nahezu unberührten Natur nördlich des Polarkreises. „Ich mische in den Vortrag auch Fotos von anderen Reisen in die Region“, so Fabel. Insgesamt 4000 Bilder habe er verarbeitet. „Um das Nordlicht beeindruckend auf die große Leinwand zu bringen, habe ich sehr viele hochauflösende Einzelaufnahmen angefertigt, die ich dann zu einem Filmsequenz verarbeitet habe.“ Deshalb könnte die Breite der Leinwand 18 Meter betragen. Im Kirchweyher Forum sind es 4,50 Meter. Das sollte laut Fabel reichen, um die Bilder über das Leben bei den Samen zu zeigen. Der 48-Jährige dokumentierte in Bild und Ton die Rentierzüchter, die mehrere Tausend Tiere und Kälber zusammengetrieben haben. „Die Samen suchen die Muttertiere raus, dann folgen die Kälber. Die bekommen als Erkennungszeichen ein Schnittmuster ins Ohr. Das ist aber nicht irgendeins, sondern ein überliefertes, also ein historisches.“

Fabel zur Seite steht an dem Abend seine langjährige Partnerin Mareike Bollhorn, die er am vergangenen Wochenende geheiratet hat. Für Flitterwochen habe er keine Zeit, weil er noch am Livevortrag bastelt. Der ehemalige Bundeswehroffizier ist Perfektionist. Denn er will seinen Zuschauern stets ein interaktives Erlebnis bieten, dass seine Zuschauer nicht haben, wenn sie TV-Reportagen sehen. In allen Bundesländern sowie in der Schweiz und Österreich erzählte Fabel von seiner Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und von seinen Touren mit dem Kajak durch den Packeisgürtel vor der Ostküste Grönlands, zu den Vulkanen und Gletschern Islands.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im KGS-Forum und kostet an der Abendkasse zehn Euro.

Anmeldungen nimmt die Volkshochschule (VHS) unter Ruf 04242/ 9764444 entgegen.

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