200 Zuhörer beklatschen die Ensemble der Felicianus-Gemeinde bei der „Nacht der Chöre“

Abwechslungsreich und hochklassig

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Der Gospelchor startet eindrucksvoll.

Kirchweyhe - Von Uwe Goldschmidt. Fast 200 Zuhörer haben sich am Freitagabend im gut besuchten Kirchenhaus bei tropischen Außentemperaturen Abkühlung verschafft. Sie kamen dazu in den Genuss eines großartigen Konzertes mit einem mitreißenden Programm.

Da das Konzert unter dem Motto „Geh aus mein Herz und suche Freud“ stand, eröffnete der Posaunenchor den Abend mit dem gleichnamigen Musikstück, das im 17. Jahrhundert als Sommer- und Volkslied von Paul Gerhardt erstmals vorgestellt wurde und bis heute zu den beliebtesten Kirchenliedern zählt. Kein Wunder also, dass das Publikum bereits an dieser Stelle kräftig mitsingen konnte.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Gerd Brüning ging es ebenso schwungvoll weiter. Unter der Leitung des gebürtigen Spaniers Oscar Alemany spielte der Weyher Posaunenchor erstmalig die Klemoresyue von Roland Kernen, bestehend aus drei Titeln, die ihren Ursprung in der jiddischen Volksmusik haben und deren Fröhlichkeit und zugleich Traurigkeit von den Bläsern perfekt ins Publikum transportiert wurden.

Eindrucksvoll startete auch der Gospelchor mit „You filled my heart with this song“, steigerte sich bei „Love, love, love“ von den Beatles und bewies sein Können mit dem afrikanischen „Woza Nkosi“ (Komm, Herr, segne uns). Die ersten Begeisterungsstürme erntete, der ebenfalls unter der Leitung von Elisabeth Geppert stehende Kinderchor. Dieser ist etwas verkleinert mit acht jungen Mädchen aufgetreten und bewies, dass Qualität nichts mit Quantität zu tun hat. Exakt und dynamisch sangen sie unter anderem den Song „Klasse wir singen, singen macht Spaß“. Dass dies tatsächlich so ist, sah und hörte man bei jeder einzelnen Note dieses jungen, fröhlichen, aber schon erstaunlich professionell wirkenden Chores.

Weiter ging mit Karl Jenkins Palladio, einem modernen Stück für Orchester, das hier von einem Streichquartett – Silke Mundt-Küster, Julia Malcher (beide Violine), Martina Relitz (Viola) und Elisabeth Iserte (Cello) – ausdrucksstark und beeindruckend vorgetragen wurde und ebenfalls mit viel Applaus bedacht wurde.

Optisch und musikalisch imposant wurde es, als die Kantorei mit fast 50 in schwarz gekleideten Sängerinnen und Sängern getreu dem Motto des Abends stimmgewaltig die Lieder „Nun steht in Laub und Blüten“ und „Great was the company of the preachers“ von Georg Friedrich Händel intonierte.

Bevor es für Akteure und Zuhörer in die Pause ging, trugen alle Chöre und Ensembles gemeinsam weitere Strophen des Eingangsstückes vor und gaben dem Publikum Gelegenheit, noch einmal mitzusingen.

Den zweiten Teil des Abends eröffnete die in Sachsen geborene Sopranistin Manja Stephan. Sie studierte in Bremen an der Hochschule für Künste und sorgte mit ihrer glockenklaren Stimme im Zusammenspiel mit der Kantorei für ein besonderes Gänsehauterlebnis. Bei den Stücken „Benedictus“ aus der Orgelmesse von Haydn und der geistlichen Arie „Laudate Dominum“ aus Mozarts Vesper „Vesperae solennes de Confessore“ zeigte sich das ganze Können der Kantorei und der Solistin.

Im Verlauf des Abends wagte sich der Posaunenchor auch an weltliche Musik. Mit Titeln wie, „Wunderland bei Nacht“ oder „Über sieben Brücken musst du gehen“, die eigens für diesen Abend einstudiert wurden, bewiesen die Bläser ihre Vielseitigkeit.

Besondere Anerkennung verdient auch die Leistung von Nadine Remmert, die den ganzen Abend die Akteure abwechselnd am Klavier und einer Truhenorgel begleitete. Nach einem abwechslungsreichen und hochklassigen Konzertabend bedankten sich Brüning und Geppert beim Publikum und forderten diejenigen, denen es gefallen hat, humorvoll auf, sich am Ausgang für die Chöre anzumelden, da „Nachwuchs“ gerne gesehen sei.

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