Förderung durch Bund

Elektroauto „Zoe“ verstärkt Rathaus-Team

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Nehmen das neue Elektroauto in Augenschein: (v.l.) Umweltbeauftragter Colja Beyer, Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Ralf Eggers vom Fachdienst Zentrale Dienste. 

Weyhe - Von Katharina Schmidt. Vom Auspuff in die Atmosphäre: Die Hälfte der Treibhausgase, die auf Weyher Gebiet in die Luft gelangen, entstehen laut Klimaschutzmanager Colja Beyer durch den Verkehr. Die Gemeinde hat deshalb jetzt einen alten Dieselwagen durch ein neues Elektroauto ersetzt – immerhin will sie in Sachen Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen.

Das Fahrzeug, ein Renault „Zoe“, kostet in der Anschaffung 26 000 Euro. Die Gemeinde musste nur die Hälfte des Betrags zahlen. Den Rest legte der Bund im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative dazu. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Ausgewählte Maßnahme Elektromobilität“.

Einen Diesel auszusortieren, war Bedingung für die Förderung. Der Wagen, den es getroffen hat, ist zehn Jahre alt und laut der Gemeinde wartungsanfällig. „Den hatten wir eh zur Ausmusterung im Visier“, berichtet Verwaltungsmitarbeiter Ralf Eggers. Zuletzt hatte der Wagen nach seinen Aussagen 207 000 Kilometer auf dem Tacho.

Der Diesel lief im Rahmen der Streckenkontrolle – und das oft von morgens bis abends. Die Mitarbeiter in diesem Aufgabenbereich fahren daher auch weiterhin einen Diesel. „Man muss immer abwägen: Kann die Aufgabe mit einem Elektroantrieb erfüllt werden?“, gibt Eggers zu bedenken. Das neue Elektroauto habe unter normalen Witterungsbedingungen eine Reichweite von rund 200 Kilometern – insbesondere im Winter, mit laufender Heizung, könnte das dem Mitarbeiter zufolge zu wenig sein.

„Zoe“ wird deshalb für andere Fahrten innerhalb des Gemeindegebietes eingesetzt, „wo man zwischen den Terminen gemütlich wieder aufladen kann“.

Rathaus-Team mit insgesamt zehn Fahrzeugen ausgestattet

Insgesamt hat das Rathaus-Team zehn Fahrzeuge. Mit dem neuen Fahrzeug hat die Gemeinde die Anzahl der Elektrofahrzeuge in dem Fuhrpark auf insgesamt drei erhöht. Die Diesel-Flotte ist auf drei Fahrzeuge geschrumpft. Bei den restlichen Autos handelt es sich um neuere Benziner. Nicht eingerechnet in diese Aufzählung sind Autos für den Bauhof und andere „Außenstellen“.

Die Förderungsbewilligung für das neue Auto sieht auch einen 50-prozentigen Zuschuss für die Anschaffung einer sogenannten Wallbox-Ladestation mit einer Ladekapazität von 11 bis 22 Kilowatt vor. Die Gemeinde Weyhe muss hiefür einen Eigenanteil von circa 1 600 Euro leisten. Die Installation bezuschusst der Bund allerdings nicht. Eggers: „Das ist aus meiner Sicht ein Manko, das viele hemmt.“

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