Alle Kinder der Paul-Maar-Grundschule wirken mit

Zirkus „Eldorado“ begeistert das Publikum

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Vor ausverkauftem Haus zeigten die Kinder ihr Können.  

Sudweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Eine ausgelassene Stimmung herrschte am Freitagnachmittag im Zirkus „Eldorado“, der bei der Paul-Maar-Grundschule eine Vorstellung gab, in der alle Kinder der Schule mitwirkten. Das Zelt war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Artisten, Clowns, Cheerleader, Dompteure und Akrobaten auftraten. Sie alle waren bis an die Haarspitzen motiviert und lieferten eine begeisternde Show ab.

Eine Schulwoche hatten sie Zeit gehabt, um sich in ihre neue Rolle einzuarbeiten und zu trainieren. Die Mitarbeiter des Zirkus „Eldorado“ hatten am Montag in den Klassen das Projekt vorgestellt. Jeder Schüler, jede Schülerin durfte sich mit einem Erst- und einem Zweitwunsch in eine der Programmnummern einwählen.

Dann wurde an jedem Tag unter Anleitung trainiert, und sowohl Schüler als auch Lehrerinnen staunten darüber, was sie dabei innerhalb kürzester Zeit gelernt hatten. „Mir hat ein Mädchen erzählt, dass es nachts von seinem Auftritt geträumt hat“, berichtete Jesse Thiel, der die Gruppe der Trapezkünstlerinnen trainiert hatte. Er ist selbst ein erfahrener Trapezkünstler und war über die Leistungen der neun Mädchen erstaunt. Sie schwebten unter der Zirkusdecke, drehten sich dabei im Kreis, warfen den Zuschauern Kusshände zu und bewiesen großen Mut sowie viel Vertrauen in ihren Trainer.

Kinder wachsen über sich hinaus

„Die Kinder sind über sich hinausgegangen und staunten selbst über das, was in ihnen steckt“, berichtete Lehrerin Anja Schumacher. Auch viele „sportlich nicht so ambitionierte“ Kinder seien über sich hinausgewachsen. Das sei auch ein Verdienst der sensiblen, motivierenden Arbeit der Zirkusmitarbeiter, lobte sie.

Gerne hätte die neunjährige Eve Jabs bei den Cheerleadern mitgewirkt, aber ein gebrochener Arm verhinderte diesen Auftritt. Stattdessen schloss sie sich den Clowns an. Das habe ihr auch viel Spaß gemacht, obgleich sie „ziemlich viel“ Text lernen musste. Außerdem musste sie lernen zu gehen, „als wenn man einen an der Waffel hat“. Aber das Üben hatte sich gelohnt, die sieben Clowns und die drei Zirkusdirektoren veräppelten sich zum Vergnügen der Mitschüler und Besucher.

Großer Beifall vom Publikum

Liam Bischoff hatte sich für die Akrobaten gemeldet. „Ich hab mir gedacht, dass das Spaß macht“, begründete er seine Wahl. Er hält sich selbst für einen bewegungsfreudigen Jungen und ist der größte in seiner Klasse. Daher machte es ihm auch nichts aus, bei der Pyramide den Untermann darzustellen. Lampenfieber hatte er nicht. „Ich hab im Urlaub schon vor mehr als 200 Zuschauern einen Auftritt mit der Luftgitarre hingelegt“, erklärte er seine Routine.

Spaß machten den Kindern auch die Nummern mit den Hunden, den Ziegen und Lamas und die Voltigierschau. Auch Cowboys und Cowgirls saßen auf dem geduldigen Pony und schwenkten die Lassos und jede geglückte Pose wurde vom Publikum mit großem Beifall quittiert. Am Samstag wurde die Vorstellung ebenfalls vor ausverkauftem Haus wiederholt.

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