Freie Wähler stellen sich einem sehr kleinen Weyher Publikum vor

Zeitaufwendig, aber ohne Fraktionszwang

Christian Flor (stehend) informiert über die Arbeit der Freien Wähler, die im Kreistag drei Sitze haben. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) möchte die Zahl ihrer Sitze im Diepholzer Kreistag bei den Kommunalwahlen im September erhöhen. Dazu könnten nach Aussage des Syker Stadtratsmitglieds Christian Flor Wahlerfolge in den großen Nordkreisgemeinden erheblich beitragen. Das Problem: Dort existieren bisher keine freien Wählergemeinschaften.

Daher hatten die drei Kreistagsmitglieder Heinz Riedemann (Sulingen), Hermann Schröder (Schwarme) und Hermuth Straßburg (Bassum) zusammen mit Flor Interessierte zum Gespräch über Ziele und Absichten der FWG für Montagabend in den Kirchweyher Hof eingeladen.

Sie begrüßten nur wenige interessierte Zuhörer, denen Flor zunächst das Entstehen der FWG schilderte. Aus dem Stand hatte sie vor fünf Jahren drei Sitze im Kreistag errungen. Riedemann, selbst jahrelang CDU-Mitglied, bezeichnete den Fraktionszwang in den etablierten Parteien als sein persönliches Hauptmotiv, zu den „Freien“ zu wechseln. Man stimme sich zwar vor den Beratungen in den Gremien ab, doch einen Fraktionszwang gebe es bei der Freien Wählergemeinschaft nicht. Das habe in der Vergangenheit auch schon zu unterschiedlichen Abstimmungsergebnissen geführt, so Riedemann.

Straßburg erklärte, dass es genügend Themen gebe, die im Kreistag beraten und beschlossen werden und Auswirkungen auf Weyhe haben. Er nannte das Regionale Raumordnungsprogramm, den Bereich Soziales, Jugendhilfe und die Flüchtlingsthematik als Beispiele. Besonders interessant für Weyhe seien auch der Straßen- und Radwegebau.

Die Zuhörer erkundigten sich nach dem Umfang der Arbeit, die die Kreistagsmitglieder leisten müssen, zumal sich herausstellte, dass sie alle auch noch in ihren heimischen Kommunalparlamenten tätig sind.

Natürlich sei die Arbeit mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, bestätigten sie, aber Hermann Schröder fügte hinzu, dass diese Form der politischen Arbeit spannend sein könne und auf jeden Fall sehr reizvoll ist. Als Mini-Fraktion im Kreistag würden sie mit den für die Ratsarbeit erforderlichen Informationen ebenso gut versorgt wie die größeren Fraktionen. „Durch die Ratsinformationssysteme haben alle den gleichen Kenntnis- und Wissensstand“, erklärte Riedemann.

Die Freie Wählergemeinschaft betrachte sich eher als „Dachverein“, denn die Mitglieder der verschiedenen Wählergemeinschaften in den Kommunen des Landkreises seien nicht automatisch Mitglieder in der Freien Wählergemeinschaft im Landkreis. Die Kandidaten für die Kreistagswahl würden von den örtlichen Wählergemeinschaften vorgeschlagen. Die Kandidatenliste würde dann gemeinsam festgelegt.

Die Reaktionen der Besucher waren grundsätzlich positiv, es gab bereits erste Verabredungen. Wer außerdem an der Mitarbeit der Freien Wählergemeinschaft interessiert ist, sollte sich an Christian Flor, Ruf 04242/35 53, wenden.

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