Zehnter Markt der Möglichkeiten ist eine „Leistungsschau des Ehrenamts“

„Eine tolle Atmosphäre mit 200 Besuchern“

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Andreas Bovenschulte (2.v.l.) eröffnete die Messe.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Vor rund 70 Zuhörern hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte gestern Nachmittag im Rathaus den zehnten „Markt der Möglichkeiten“ eröffnet. 28 Aussteller – Vereine und Organisationen aus Weyhe und Umgebung – hatten ihre Stände aufgebaut und stellten ihr Wirken vor.

Als eine „Leistungsschau des Ehrenamts“ bezeichnete Bovenschulte die Veranstaltung. Für den Rathauschef ist das Ehrenamt etwas Eigenständiges, etwas Besonders und Ergänzendes, das menschliche Wärme mit Kreativität verbinde. Wer sich auf diese Art und Weise in die Gesellschaft einbringe, handle stets auch politisch, denn die „Personen haben den Wunsch, Dinge verändern zu wollen“. Er machte dies an einem Beispiel fest: „Wer Bürgerbus fährt, macht sich Gedanken über den öffentlichen Personennahverkehr.“

Ehrenamt bereichert – diese Weisheit müsse in die Praxis umgesetzt werden. Das Gesamtpaket wiederum sei „eng mit einer Person verbunden“: Helga Torst von der Freiwilligenagentur Zeitspende. Sie sei die „treibende Kraft“ und der „unermüdliche Motor“, um sowohl Bürger fürs soziale Handeln zu begeistern als auch um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Da mache es auch nichts aus, dass sie vor mehr als einem Jahrzehnt die Idee „gekonnt geklaut“ aus Bremen übernommen hat. Dabei blickte der Verwaltungschef auf Birgitt Pfeiffer, die Leiterin der Freiwilligenagentur in der Hansestadt. Pfeiffer erklärte anschließend, weshalb eine solche Einrichtung notwendig ist. Früher war der Ausgangspunkt, etwas ohne finanziellen Hintergrund für die Gemeinschaft zu tun, ein Verein. Doch das sei heute eben nicht mehr so. Die Freiwilligenagentur arbeite wie ein Navigationsgerät, um Menschen zu vermitteln. Um neue Mitglieder warb beispielsweise der Vorstand des Förderverein des Freibads. Er hatte seinen Stand vor der Treppe, die in den ersten Stock führt, aufgebaut. Und in der Tat: Zwei Besucher wollten Mitglied werden.

Markt der Möglichkeiten in Weyhe

Um jugendliche Mitstreiter buhlten die Sielmann-Kids. Thilo Weris (14) aus Syke und Tim Kultermann (13) aus Melchiorshausen betreuten den Stand im Ratssaal. Sie breiteten etwa 200 Tier- und Pflanzenfotos aus, die sie für wenig Geld verkauften. „Wir verleihen die Mini-Poster auch an Arztpraxen“, so Kultermann. Zufrieden mit dem Zuspruch wirkte Karin Meiners, die Vorsitzende des Hospiz-Vereins. Sie stellte an ihrem drei Quadratmeter großen Stand nicht nur Bücher aus, die vom letzten Lebensabschnitt handeln, sondern präsentierte auch die Arbeitsweise, wenn die Hospizhelfer sterbende Menschen begleiten. Außerdem wies die Gruppe auf die bevorstehende Messe „Leben und Tod“ hin.

Helga Torst zog ein positives Fazit: „Es war eine tolle Atmosphäre. Ich schätze, wir hatten unterm Strich 200 Besucher.“

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