DRK kann Geschenkeaktion nicht stemmen

Wünsche bleiben in Weyhe unerfüllt

Die Spender konnten in den Vorjahren in der Kirchweyher Sparkasse einen Wunschzettel abnehmen. - Archivfoto: Ehlers

Weyhe - Von Philipp Köster. Weihnachten wird in diesem Jahr für viele weniger gut betuchte Weyher Kinder wahrscheinlich nicht so schön wie in den vergangenen Jahren. Sie müssen auf ein ersehntes Geschenk verzichten, denn die beliebte Wunschbaumaktion des Kirchweyher Rotkreuz-Ortsvereins muss ausfallen. „Es tut uns sehr leid“, bedauert die Vorsitzende Ingrid Söfty.

Grund sind personelle Probleme im Organisationsteam. „Es sind uns ein paar Leute weggebrochen“, sagt Söfty. Und das sei bei 13 Helfern nicht aufzufangen. Sie selbst hätte es gemacht, aber gerade beim Ausliefern der Geschenke würden Fahrer benötigt, die die Touren übernehmen. Die fielen weg.

Die Weihnachtswunschbaumaktion gibt es seit 2010. Das DRK Kirchweyhe nimmt im Vorfeld Kontakt mit den Grundschulen und den Kitas auf und verteilt Wunschzettel. Die von den Kindern ausgefüllten Karten kommen ohne Namen an einen großen Tannenbaum in der Kirchweyher Sparkasse an der Bahnhofstraße. Bürger, die den Kindern eine Freude machen wollen, erfüllen den Wunsch und besorgen das Geschenk, das sie bei Söfty abgeben. Ihr Haus gleicht in der Zeit vor der Verteilung dem Lager des Weihnachtsmanns.

2015 waren es 165 Pakete. Doch im „verflixten siebten Jahr“ muss der Vorstand „nach langer Diskussion“ passen. „Es geht einfach nicht. Es auf noch weniger Schultern zu verteilen, hätte zu einem Fiasko geführt, und das wollten wir nicht“, sagt Ingrid Söfty zerknirscht. „Die Aktion ist mein liebstes Kind.“ Die vielen rührenden Erlebnisse im Vorfeld und bei der Verteilung hätten für die viele Arbeit entschädigt.

Die immens aufwendige Vorbereitung und Umsetzung der Aktion breiter aufzustellen, sprich: andere Organisationen mit ins Boot zu holen, kam für das DRK Kirchweyhe nicht infrage. „Das ist ein Kind des Ortsvereins. Und das bleibt es auch.“

Das bedeutet aber auch, dass die Aktiven 2017 einen neuen Anlauf starten wollen. „Wir arbeiten daran, dass es im nächsten Jahr wieder läuft und wir es auch hinbekommen.“

Einige Bürger hätten bereits mit Bedauern auf die Absage reagiert, als sie bei Anrufen davon erfuhren, so eine ältere Dame, die für ein Mädchen, das sich eine Puppe wünscht, stets noch aufwendig etwas bastelt.

Schon die beliebte Aktion „15 Minuten Advent“ des Arbeitskreises Weyhe der Kindernothilfe muss in diesem Jahr ausfallen, weil es personelle Schwierigkeiten gab.

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