Eine Bayerin im Norden 

Schauspielerin Stephanie Liebl ist neu im Weyher Theater

Spielt in der musikalischen Komödie „Sonne, Sand und Sylt“ die Rolle der Laura: Schauspielerin Stephanie Liebl.
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Spielt in der musikalischen Komödie „Sonne, Sand und Sylt“ die Rolle der Laura: Schauspielerin Stephanie Liebl.

Eigentlich hätte Schauspielerin Stephanie Liebl schon beim Theaterstück „Bella Italia“ ab Mitte März 2021 auf der Bühne des Weyher Theaters stehen sollen. Coronabedingt mussten die Aufführungen verschoben werden. Erst mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Open-Air-Arena kam Liebl zu ihrem ersten Einsatz in Weyhe.

Weyhe – Zuwachs fürs Weyher Theater: Die in München geborene 28-jährige Stephanie Liebl hatte sich im Juni des vergangenen Jahres für ein Engagement sowohl für das Weyher Theater, als auch für das neue Boulevardtheater in Bremen beworben und war prompt angenommen worden.

„Da war ich erstmal baff. 750 Kilometer weit wegzuziehen, das war schon ein Schritt für mich: Eine Bayerin im Norden“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. „Es war echt schön, wie offen und herzlich ich beim Weyher Theater von allen aufgenommen wurde.“

Erst mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Open-Air-Arena auf dem Weyher Marktplatz kam Stephanie Liebl zu ihrem ersten Einsatz in Weyhe. Sie spielt in der musikalischen Komödie „Sonne, Sand und Sylt“ die Laura, die mit einer Freundin einen entspannten Mädelsurlaub verbringen möchte. Noch bis Ende Juli wird das Stück aufgeführt. Weitere Auftritte sind in der nächsten Spielzeit geplant, darunter in der Komödie „Bella Italia“, deren Premiere nun für Ende Januar 2022 geplant ist.

„Ich wollte immer Schauspielerin werden“

Stephanie Liebl hat vier Jahre an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern in Regensburg studiert und im Mai 2020 ihren Abschluss gemacht. „Ich wollte immer Schauspielerin werden“, sagt sie. Um sich abzusichern, hatte sie sich nach dem Abitur zunächst ein zweites Standbein geschaffen. Drei Jahre habe sie in München Mode und Design studiert, ein Praktikum beim Burda-Verlag absolviert und zwei Jahre in der Online-Redaktion eines Modeverlages gearbeitet. „Wenn man merkt, dass das Herz für die Schauspielerei schlägt, kommt alles andere da nicht ran“, erzählt Stephanie Liebl von ihrem Entschluss, sich dann doch ganz der darstellenden Kunst zu widmen.

„Wir hatten an der Schauspielschule das Akademietheater. Das wird von den Studierenden bespielt, ist aber öffentlich zugänglich“, berichtet Stephanie Liebl von ersten Bühnenerfahrungen. Im Musical „Der kleine Horrorladen“ hatte sie die Audrey gespielt. Auch die Rolle der Wassilissa im Maxim Gorkis Stück „Nachtasyl“ wurde von ihr übernommen. Selbst auf Film- und Fernseherfahrungen kann Stephanie Liebl verweisen. So spielte sie in einer Folge der TV-Serie des ZDFs „Die Rosenheim-Cops“ eine Bäckerei-Verkäuferin. Ausgestrahlt wurde die Folge Mitte Oktober 2020. In dem bayrischen Kinofilm „Ausgrissn! – In der Lederhosen nach Las Vegas“ konnte sie im Sommer 2020 ihr Talent unter Beweis stellen. Zuletzt feierte sie mit „Das Weihnachtswunder“ ihre ganz persönliche Premiere als Hörbuch-Sprecherin.

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Und wie ist sie in Bayern auf das Weyher Theater aufmerksam geworden? „Ich habe recherchiert, was es in der Theaterwelt Neues gibt. Dabei bin ich zufällig auf einen Zeitungsartikel gestoßen, wonach das Weyher Theater in Bremen-Woltmershausen eine Dependance eröffnet will, und dass dafür noch Schauspieler gesucht werden. Da dachte ich mir: bewerb’ dich doch da einfach mal“, berichtet Stephanie Liebl. „Ich bin jetzt für ein ganzes Jahr bis Juli 2022 fest angestellt“, freut sich die Schauspielerin über ihre erste richtige Anstellung nach dem Studium. „Und wann kann man schon mal bei der Eröffnung eines neuen Theaters dabei sein?“. In der kommenden Spielzeit wird Stephanie Liebl neben „Bella Italia“ auf der Weyher Bühne in Rollen des Boulevardtheaters zu sehen sein: „Kalender-Boys“, „Feuerzangenbowle“ und „Heiner, Sascha und die anderen“.

Gibt es eine Vorliebe für Film oder Theater?

Gibt es eine Vorliebe für Film oder Theater? „Die Mischung macht’s“, sagt Stephanie Liebl nach kurzer Überlegung. „Beim Theater erfährt man die Publikumsreaktion sofort; beim Film erst nach der Ausstrahlung“, erklärt sie. Das Schauspielern vor einer Kamera unterscheide sich zudem ganz erheblich von der Arbeit für eine Bühnenaufführung. Um im Filmgeschäft weiter tätig zu bleiben, hatte sie sich frühzeitig einer Agentur angeschlossen. „Man weiß als Schauspieler nie, was für Angebote kommen“, sagt sie. „Ich würde langfristig gerne mal eine Rolle in einem Tatort übernehmen. Das ist mein Ziel. Man soll sich ja immer hohe Ziele stecken“, blickt sie zuversichtlich voraus. „Ich möchte auf jeden Fall noch viel lernen und viele verschiedene Bereiche ausprobieren. Hier am Theater habe ich die Möglichkeit, auch zu singen. Das macht richtig Spaß.“

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