Wolf: Förster Pump widerspricht Forstwirt

„Hund an der Leine lassen“

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Die Berichterstattung über den vermeintlich in Sudweyhe von einem Wolf gerissenen Rehbock und die möglichen Konsequenzen für Hundehalter nimmt Forstinspektor Lars Pump zum Anlass zur Stellungnahme.

Weyhe - Von Philipp Köster. „Halter sollten ihren Hund an der Leine lassen, wenn sie einem Wolf begegnen“, sagt Lars Pump. Der Syker Förster ist ehrenamtlicher, vom Landvolk und der Jägerschaft berufener Wolfsberater im Nordkreis – und er widerspricht damit Forstwirt Josef Teupe.

Der hatte in unserem Artikel vom vergangenen Sonnabend („Experte: Wolf hat Reh in Sudweyhe getötet“) empfohlen, den Vierbeiner bei einer Wolfsbegegnung laufen zu lassen, „damit er vielleicht noch fliehen kann“. Andernfalls könnte mit dem Hund auch der Halter in Gefahr geraten, denn der Wolf sehe seinen Artverwandten als Eindringling an.Förster Pump sagt, sein Teupe widersprechender Rat, also den Hund an der Leine zu lassen, sei nicht auf seinem Mist gewachsen, sondern entspreche der gängigen Expertenmeinung. Das Raubtier sehe den Hund als Eindringling oder als Geschlechtspartner. Es müsse aber nicht zu einer Kampfsituation kommen. Der Wolf habe Angst vor dem Menschen. Allenfalls wenn es dazu komme, dass der Beutegreifer den Hund attackiere, könnte ein Loslassen erforderlich sein.

Ohnehin glaubt Pump nicht, dass die Gefahr solcher Extremsituationen groß ist. Es gebe zwar den bestätigten Wolf im Südkreis und Kreis Vechta, doch der von Josef Teupe angeführte Fall entbehre der Bestätigung durch eine DNA-Probe, was jetzt aber nicht mehr möglich sei – auch wenn es natürlich nicht auszuschließen sei, dass ein Wolf durch das Biotop in Sudweyhe gezogen sei. Zurzeit gehe er einem Hinweise nach, nach dem ein Bürger in Stuhr einen Wolf angefahren habe. Das Tier sei dann aber weggelaufen. Entsprechende Haarproben würden derzeit untersucht.

Zuweilen handele es sich bei vermeintlichen Wölfen, die Zeugen beobachtet haben wollen, auch um freilaufende Wolfshunde, die dem Raubtier sehr ähnlich sehen.

In einem anderen Fall habe er selbst in Martfeld an einem Reh Bissspuren untersucht, aber die hätten von einem Fuchs gestammt.

Lediglich für freilaufende Jagdhunde, die Wild aufspüren, bestünde zuweilen eine Gefahr, von einem in seinem Revier gestörten Wolf getötet zu werden. Solche Einzelfälle habe es gegeben.

Doch für die Weyher und Stuhrer Hundehalter möchte Lars Pump gerne Entwarnung geben.

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