Neuer Zustellstützpunkt der Deutschen Post

Wöchentlich 120.000 Briefe und 9.000 Pakete verteilt

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So soll es sein: Die Fächer, die nach Straßenzügen sortiert, sind wie leer gefegt. Das bedeutet, dass die Briefe und andere Sendungen auf dem Weg zu ihren Empfängern sind.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Von den Bürgern fast unbemerkt ist der Zustellstützpunkt der Deutsche Post von einem Gebäude in der Nähe des Weyher Theaters auf die andere Seite der Bahn in das Gewerbegebiet „Im Bruch“ gezogen. Das ist zwei Monate her.

Die zuständigen Verantwortlichen gewährten kürzlich einen ersten Blick hinter die Kulissen. Die neue Halle befindet sich auf einem rund 3 600 Quadratmeter großen Grundstück, das an das Areal des Unternehmens Weyher Entsorgung angrenzt. 

Es ist eine Betriebsstätte im System der Post und Ausgangspunkt für die Paket- und Briefverteilung für die Wesergemeinde, sagt Andreas Lange, Leiter von 14 Zustellstützpunkten im Bezirk Verden. Nach der Reiterstadt sei der in Weyhe der zweitgrößte.

„Rund 40 Mitarbeiter sind hier beschäftigt“, sagt Jochen Schaefer, Qualitätsmanager sowie Unternehmens-Pate des Post-Umschlagplatzes.

Zusteller schwärmen in die Ortsteile aus

Die Zusteller schwärmen bis spätestens 9.30 Uhr in alle neun Ortsteile aus. Ihre Leistung ist beeindruckend: 24 Zusteller transportieren laut Andreas Lange wöchentlich 120.000 Briefe, dazu zählen auch die größeren Formate und die sogenannte Dialogpost, die andere Firmen gezielt einsetzen, um für sich zu werben. 

Außerdem schlagen die Verbund- und die Paketzusteller – davon vier, die vor dem Umzug in Bremen-Kattenturm ausgelagert waren – mit ihren Transportern wöchentlich im neuen Domizil 9 000 Pakete um und bringen sie zur angegebenen Adresse.

Andreas Lange (r.) , Leiter von 14 Zustellstützpunkten im Bezirk Verden, und Jochen Schaefer, Qualitätsmanager sowie Unternehmens-Pate des neuen Weyher Post-Umschlagplatzes, gewähren einen Blick hinter die Kulissen.

Vor zehn Jahren sei das Aufkommen um die Hälfte niedriger gewesen, sagt Schaefer. So sei es nicht verwunderlich, dass das alte Gebäude beim Marktplatz sprichwörtlich aus allen Nähten zu platzen drohte.

„Zwar ist das Unternehmen Deutsche Post hoch technisiert, aber auf dem letzten Stück ist unser Zusteller unentbehrlich“, sagt Maike Wintjen, Sprecherin der Deutsche Post DHL Group. Sie erklärt den neuen Arbeitsplatz. Er gleicht morgens „einem Bienen- oder Ameisenhaufen“, sagt sie. 

„Jeder weiß, was er zu tun hat, denn es geht darum, dass jeder rechtzeitig fertig wird, um alle Sendungen bis zum Feierabend abzugeben.“ Diese Angestellten und Beamten seien das letzte Glied einer langen Logistikkette.

Briefe kommen per Lastwagen aus Bremen an

Die Briefe erreichen das Kirchweyher Zustellstützpunkt zwischen 6 und 7 Uhr. Sie kommen per Lastwagen aus dem Briefzentrum am Flughafen – nicht nur vorsortiert nach Straßen, sondern auch in der Hausnummern-Gangfolge des Boten.

Die Zusteller der 24 Bezirke ergänzen diese Post an ihren Stationen mit den Großbriefen, Zeitungen und Zeitschriften aus einem anderen Sendungsstrom, der separat angeliefert wird. Wenn diese Arbeit erledigt ist, sind alle Fächer leer. Neun Zusteller sind dann – ganz klassisch – mit Fahrrädern aufgebrochen. 15 Fahrer starten ihre Touren mit den sogenannten Verbundfahrzeugen, die neben der Briefpost auch Pakete befördern.

Der Umschlagplatz ist laut Wintjen zukunftssicher. Derzeit werden 16.055 Haushalte bedient. Die Post hat neue Baugebiete ebenso im Blick wie den prognostizierten Sendungszuwachs.

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