Kooperation

Leester Grundschüler experimentieren zu Luft- und Raumfahrt

Dieser Untergrund soll die Mars-Oberfläche darstellen. Im Experiment können Schüler zum Beispiel der Frage nachgehen, wie ein Fahrzeug beschaffen sein muss und dort manövrieren kann. Archiv
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Dieser Untergrund soll die Mars-Oberfläche darstellen. Im Experiment können Schüler zum Beispiel der Frage nachgehen, wie ein Fahrzeug beschaffen sein muss und dort manövrieren kann. Archiv

Seit fünf Jahren hat die Hundertwasser-Grundschule in Leeste eine Weltraum-Mission zu bewältigen: Unter Anleitung des School Labs (Schul-Labors) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Bremen dürfen Dritt- oder Viertklässler experimentieren.

Weyhe – Bei der Kooperation zwischen der Leester Grundschule und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt geht es um Grundlagen, die didaktisch so aufbereitet sind, dass sie für Grundschüler erfassbar seien, erklärt Rektor Martin Stamnitz. Ursprünglich waren die Experimente des School Labs für Schüler der Sekundarstufe ausgearbeitet. Aber die Grundschule Leeste hatte zusammen mit dem Schülerlabor ein geeignetes Konzept erarbeitet, um erheblich jüngere Mädchen und Jungen für Weltraum-Themen zu begeistern.

Für die Leester Schüler ist das gelungen. Das Konzept ging auf. Laut Rektor Stamnitz hätte das Bremer Labor auch mit anderen Grundschulen ähnlich erfolgreiche Ergebnisse erzielt. Längst sei es normal, dass auch andere Grundschulen mehr über den Weltraum erfahren.

Thementage rund um Luft- und Raumfahrt

Der Leester Rektor zieht eine positive Bilanz: 2015 hatte das School Lab des DLR einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Seither habe das Team um Dr. Dirk Stiefs regelmäßig Thementage rund um Luft- und Raumfahrt organisiert. Nur im vergangenen Jahr habe dies wegen des Lockdowns in der Corona-Pandemie nicht angeboten werden können, bedauert der Rektor der Leester Schule sehr.

Für die Zeit in der Pandemie, in der Besuche nicht möglich sind, haben die Grundschule und das School Lab nun gemeinsam einen Weg gefunden, mit dem die Schüler doch noch besondere Experimente ausführen können.

Die Wissenschaftler besuchen die Grundschule via Livestream: Wie Stamnitz erläutert, würde das School Lab einen Livestream auf den Weg bringen, der im Klassenraum gezeigt wird. Ein iPad werde dazu verwendet, den Kontakt zu den Wissenschaftlern zu halten.

Mit den dritten Klassen habe es einen Probedurchlauf gegeben, blickt Stamnitz zurück. Dank der neuen digitalen Möglichkeiten konnten die Wissenschaftler ihre Versuche vom Labor aus vorführen und erklären, während sie per Beamer zugeschaltet waren. Doch mussten einige Probleme bewältigt werden.

Neuer Router von der Gemeinde

Wie Stamnitz erläutert, war die Bandbreite des Internets der Schule nicht stabil genug. „Ich habe meinen eigenen Hotspot von meinem Handy zur Verfügung gestellt“, sagt der Rektor. Mittlerweile gibt es von der Gemeinde aber einen neuen Router.

Ist die Schule für diese Art des digitalen Unterrichts gut gerüstet? „Die Beamer in den Klassenräumen haben immerhin genug Lumen“, sagt Stamnitz. Aber es könnte besser sein, wenn die Räume die Möglichkeit hätten, abgedunkelt zu werden. Nur vier Klassenräume der ganzen Schule hätten Außenjalousien. Die anderen Räume hätten noch nicht einmal Vorhänge. Derzeit seien die Projektionsflächen für den digitalen Unterricht nur gelb gestrichene Wände.

Stamnitz wünscht sich weiße Tafeln, die man auch für das Bild vom Beamer nutzen könnte. „Das ist aber nicht in den Mitteln des Digitalpaktes enthalten“, bedauert er. Tafeln seien durchaus noch wichtig. Das begründet der Rektor damit, dass die Kinder fürs Schreiben im Deutsch-Unterricht Schwungübungen machen müssen. Kreide und Staub auf den grünen Tafeln hätten ausgedient. „Das weiße Board sei Mittel der Wahl“, so Stamnitz. Er will die Klassen nach und nach aus dem Budget ausrüsten, über das die Schule frei verfügen kann.

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