Dennis Sander: Weyher Unternehmer berichtet von fix und fertig gestalteten Anzeigen ohne Auftrag

Wirtschaftsförderer warnt vor neuer Betrugsmasche

Prüft kritisch dubiose Angebote: Wirtschaftsförderer Dennis Sander.
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Prüft kritisch dubiose Angebote: Wirtschaftsförderer Dennis Sander.

Weyhe – Die „neue Betrugsmasche“, vor der jetzt Wirtschaftsförderer Dennis Sander warnt, sei gemein: „Ein Unternehmen verschickt ungefragt Anzeigen-Angebote an Weyher Firmen.“

Aus gegebenen Anlass will der Rathausmitarbeiter die Weyher Wirtschaft warnen: Kürzlich hatte ein Unternehmen mit Sitz in Dalaware/USA für eine laut Sander fragwürdige Seite geworben, die einen Branchendienst betreibt. Das sei schon recht ungewöhnlich für ein regionales Branchenbuch. Die Eintragungen seien überteuert und würden auch nicht den Effekt haben, den sich Weyher Unternehmen erhoffen.

Im neuen Fall geht es um eine deutsche Firma, deren Sitz in Düsseldorf ist. Von Betrug will Sander nicht sprechen, aber von einer Betrugsmasche. Ein Leester Betrieb hätte das Rathaus informiert, wonach es eine fix und fertige Anzeige mit Logos und Bildern erhalten hätte. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn sie in Auftrag gegeben worden wäre. Das sei sie aber nach Darstellung des Wirtschaftsförderers nicht. „Das ist schon sehr dreist, wenn man das sagen darf, und hat eine neue Qualität.“ Erschwerend sei hinzugekommen, dass die Anbieter auf einen „zügigen Vertragsabschluss“ gedrängt hätten, damit „das ominöse Angebot“ nicht abläuft.

Die Polizei könne laut Wirtschaftsförderer Dennis Sander nichts machen, da kein Betrugsfall vorliegt, weil es diese Branchenbücher gibt. Dass sie aber nicht werbewirksam sind und irgendwo erscheinen, wo es für die Betriebe nicht interessant ist, erfülle so noch nicht den Straftatbestand des Betrugs. „Deshalb sagen wir auch bewusst ,Betrugsmasche‘.“

Es gibt sogar durchaus billigere Alternativen: Ein Eintrag in das Gewerbeverzeichnis auf der Homepage der Gemeinde Weyhe sei kostenlos. Außerdem würden regelmäßig die Ausgaben der Tageszeitung regionale Kunden erreichen – diese Werbung sei viel effektiver, so Sander weiter.

Von Sigi Schritt

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