Wirtschaftsförderer Dieter Helms warnt Weyher Gewerbetreibende vor überteuerten Internet-Brancheneinträgen

Sie tun es immer wieder – darum muss er immer wieder mahnen

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Simone Pfister (l.) und Damla Serin Cetin präsentieren ihre Collage.

Weyhe - Von Philipp Köster. Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind. Sondern auch Wirtschaftsförderer Dieter Helms mit seiner mit viel Inbrunst vorgetragenen Warnung an alle Gewerbetreibenden, doch bitte nicht auf die betrügerische Masche von Abzockern hereinzufallen. Mancher möchte sich dann während des Vortrags von Helms im Rahmen der Gemeindepressekonferenz im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wähnen.

Doch der Wirtschaftsförderer würde nicht immer und immer wieder das Wort erheben, wenn er dazu keinen Anlass hätte. Jüngstes Opfer: eine junge Fotografin aus Kirchweyhe, die den Neppern auf den Leim gegangen ist und der dieser Umstand sehr peinlich ist, wie Dieter Helms berichtet.

Um es noch einmal zu verdeutlichen und zu veranschaulichen, hat er zwei Auszubildende im Rathaus, Damla Serin Cetin und Simone Pfister, gebeten, eine Collage zu erstellen. Die jungen Frauen haben die Schreiben der unseriösen Anbieter kopiert und auf eine Tafel geklebt.

Die Masche läuft stets nach ähnlichem Muster: Die Abzocker wenden sich zum Beispiel per Fax an eine Firma mit der Bitte, einen vermeintlichen Eintrag in ein Internet-Branchenverzeichnis auf Richtigkeit zu überprüfen. Mit dem unterschriebenen Check und der Zurücksendung wird dann aber ein rechtsgültiger Vertrag geschlossen und das Leistungspaket für drei Jahre bestellt. Bei jährlichen Gebühren für den Eintrag etwa bei dem Online-Branchenbuch „Gewerbe-Meldung.de“ in Höhe von 348 Euro werden bei dreijähriger Laufzeit 1044 Euro plus Mehrwertsteuer fällig. Weitere unseriöse Anbieter sind das „Regionale Branchenbuch Niedersachsen“ oder die „Gewerbeauskunfts-Zentrale.de“. Dreist auch das „Branchenbuch Weyhe“, das scheinbar auf eine Herkunft in heimischen Gefilden hindeutet. In der Regel sind die Scharlatane aber im Ausland beheimatet.

Helms und seine beiden Auszubildenden empfehlen im Falle eines Falles, Wirtschaftsförderung, Verbraucherzentrale und Polizei zu informieren. Und auch ein guter Anwalt weiß, wie er seinen Klienten wieder aus den Klauen der Nepper befreien kann.

Ein gänzlich unverdächtiges Online-Branchenverzeichnis findet sich übrigens auf den Internetseiten der Gemeinde. Der Eintrag sei zudem kostenlos, unterstreichen die drei Verwaltungsmitarbeiter.

www.weyhe.de/wirtschaft/gwerbeverzeichnis

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