„Spektakuläres Bild“

Bremer Sandhandel bricht Turm des GS-Agri-Werks II ab

Der größte Teil der GS-Agri-Gebäude ist bereits abgerissen. FotoS: Sigi Schritt
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Der größte Teil der GS-Agri-Gebäude ist bereits abgerissen.

Leeste - Die großen Hallen und Korn-Lagerstätten der GS-Agri-Mühle zwischen der Lade- und Jahnstraße in Leeste und das Verwaltungsgebäude mit dem Markt sind bereits abgerissen. Nun knöpft sich ein Bagger Teile des Stahlgerüstes des Werks II vor.

Das Scheppern von Metallteilen ist seit Tagen mehrere Hundert Meter weit zu hören. Am Freitag soll die Spitze des Turmes abgetragen sein. Das hat Christian Silberhorn, Stadtplaner der Weyher Gemeindeverwaltung, am Donnerstag angekündigt. „Das wird sicherlich ein spektakuläres Bild“, glaubt der Rathausmitarbeiter.

Während ein Baggerführer Metallteile Stück für Stück abkneift, sortieren andere Mitarbeiter des Unternehmens Bremer Sandhandel auf dem Gelände mit erheblich kleineren Baggern die vielen Baustoffe in entsprechende Container.

Ein Abtransport der Container erfolgt über eine Ausfahrt an der Jahnstraße. Auch das ehemalige Brünjes-Areal, in dem vier Jahre lang auch die Fahrradwerkstatt untergebracht war, wird in der nächsten Woche dem Erdboden gleich gemacht, kündigt Silberhorn an. Das Dach dieses Gebäudes fehlt bereits.

Der Plan zeigt die Ladestraße, wie sie ausgebaut werden soll.

In den Abrissarbeiten sieht Rathausmitarbeiter Silberhorn deutliche Anzeichen dafür, dass die Sanierung des Leester Ortskerns „Fahrt aufnimmt“. Es laufe ganz gut, sagt er. Möglicherweise schließt sich noch eine Altlastenbeseitigung an. Fachleute hatten vor Jahren vermutet, dass Kraftstoffe unter das Fundament der ehemaligen Warneke-Mühle geflossen sind. „Erst nach dem Abriss kann man nachsehen, ob die Vermutung stimmt“, erklärt Silberhorn. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es aus Verwaltungssicht keine Auffälligkeiten. Deshalb könne man jetzt noch nicht sagen, ob Boden ausgetauscht werden muss oder nicht.

Einen Zeitraum, wann die Ladestraße ausgebaut wird und das Kopfsteinpflaster von einer der ältesten Straßen Leestes aufgenommen wird, könne Silberhorn noch nicht nennen. Wenn das GS-Agri-Gelände vollständig geräumt ist, übernimmt das Unternehmen Famila die Koordinierung der Bauarbeiten. Im hinteren Bereich des Areals Richtung Jahnstraße wird der Supermarkt errichtet – dort, wo sich jetzt noch der Turm des Werks II befindet, soll sich der Parkplatz befinden. Das Einkaufszentrum soll bis Weihnachten nächsten Jahres fertiggestellt sein, sagt Christian Silberhorn. Solange der Supermarkt gebaut wird, bleibt die Ladestraße eine Baustraße, erklärt er. Zwischen der Jahnstraße und der Ladestraße wird eine Fuß- und Radverbindung geschaffen. So wird das Wohngebiet rund um die Buchen-, Linden- und Tannenstraße an den Ortskern angebunden.

Vorerst soll es bei der Errichtung der privaten Famila-Stellplatz-Anlage bleiben. Eine öffentliche Park&Ride-Anlage wird vorerst nicht errichtet, wie die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith gestern sagte. Diese Anlage werde im Zusammenhang mit der Verlängerung der Linie 8 erstellt. Dass die Straßenbahn eines Tages von Bremen nach Leeste rollt – davon geht die Bürgermeisterstellvertreterin aus, betonte sie gestern auf Nachfrage.

Und auch jenseits der Bahnlinie, an der Straße Irrgarten, sollen die orange-farbenen Türme von GS Agri in den nächsten Wochen fallen. Allerdings glaubt Christian Silberhorn nicht, dass das Mühlenensemble, in dem viel Beton verbaut worden ist, gesprengt wird. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Eine Sprengung verursacht trotz Bewässerung riesigen Staubwolken. Das ist in einem Ortskern wie Leeste kaum möglich.“ Er glaubt, dass wie beim Werk II ein Bagger nach und nach das Gebäude abtragen wird. „Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe“, so Silberhorn. „Die Firmen sind dieser Herausforderung gewachsen.“

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