Wintershall Dea will Gas abfackeln

Gasfackel in vier Metern Höhe: Keine Angst vor flatternder Flamme

Wintershall Dea in Weyhe: Arbeiten an einer Betriebsstätte an der Straße „Im Bruch“.
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Wintershall Dea in Weyhe: Arbeiten an einer Betriebsstätte an der Straße „Im Bruch“.

Weyhe – Wer am Mittwoch und am Donnerstag in den Himmel über Weyhe schaut, könnte vielleicht flackerndes Licht sehen, was möglicherweise in einer niedrig stehenden Wolkenformation reflektiert wird. Es muss aber nicht unbedingt ein Feuer sein, das diesen Schein verursacht: Das Unternehmen Wintershall Dea Deutschland will an diesen beiden Tagen Gas abfackeln.

Dies soll laut Unternehmenssprecher Marco Luterbach „ganztägig“ geschehen. Die Bevölkerung müsse also keine Angst vor einer flatternden Flamme haben, wenn es sie aus der Entfernung erblickt.

Die Weyher Gemeindeverwaltung und die zuständige Feuerwehr samt Messzug wüssten bereits Bescheid, sagt der Unternehmenssprecher. Vor Beginn und nach Beendigung der Arbeiten würde das Unternehmen sogar noch mal Bescheid sagen wollen.

Bohrung Barrien 12 T in der Nähe des Bahnhofs betroffen

Es geht um die Arbeiten an der Bohrung Barrien 12 T. Diese Anlage befindet sich in der Nähe des Kirchweyher Bahnhofs an der Straße „Im Bruch“. An dieser Straße gibt es laut Marco Luterbach zwei Betriebsstätten. Gemeint sei die, die sich gegenüber der Werkstraße befindet.

Um Restgas zu verbrennen, setzt Wintershall Dea eine sogenannte Gasfackel ein. Ziel sei es, den Druck des Gases in der Bohrung abzusenken. Wie der Sprecher erläutert, müsste man sich diese wie ein riesiges Feuerzeug vorstellen: In vier Meter Höhe wird Erdgas abgelassen und entzündet. Dadurch entstehe eine gold-gelbe Flamme mit einem bläulichen Innenkegel – wie bei einem Feuerzeug.

Mögliche Fackelzeit für Wintershall Dea reicht von 6 bis 22 Uhr

Wie der Pressesprecher auf Nachfrage erläutert, würden Vorgaben der sogenannten Fackelzeiten eingehalten. Der mögliche Zeitraum sei zwischen 6 und 22 Uhr. Das Abfackeln sei ein normaler Vorgang. „Die über die Fackel abgeflammten Gase stellen keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar“, so Marco Luterbach.

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Diese Arbeiten an der Bohrung Barrien 12 T seien Vorbereitungsarbeiten: Wintershall Dea plant den Abschluss der Verfüllung der Bohrung. Sie bereitet also den Rückbau des Förderplatzes vor. Die Erdgasförderung wurde laut dem Unternehmen mit dieser Betriebsstätte bereits 2019 eingestellt. Nach dem Rückbau soll noch in diesem Jahr der Platz rekultiviert werden. Andere Standorte in der Wesergemeinde seien jedoch noch aktiv, dazu zähle auch die, die sich auf der zweiten Betriebsstätte befindet. Sie liege nur ein paar Meter weiter in Richtung Bauhof der Gemeinde.

Hintergrund

Der Erdgas- und Erdölproduzent Wintershall Dea fördert in Weyhe seit 1965 Erdgas. Täglich sind es laut Unternehmensangaben rund 170.000 Kubikmeter Gas, die aus einer Tiefe von 2200 bis 2600 Metern aus dem Buntsandstein gewonnen werden. Das geförderte Gas wird von den Bohrungen über Feldleitungen zu einer anderen Weyher Betriebsgelände geleitet und dort in einer zentralen Gastrocknungsanlage aufbereitet. Anschließend gelangt es über eine Fernleitung zum Wintershall-Dea-Betrieb in Rehden. Mit dieser Gasmenge können täglich 37.000 Haushalte versorgt werden.

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