Bürokratische Entlastung für die Führungsriege

SPD will das Budget für die Feuerwehr aufstocken

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Die Abteilung der Einsatzkräfte wächst: deshalb soll nach den Vorschlägen der SPD das Budget vergrößert werden.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die SPD will die Leistungs- und Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr langfristig sichern und den Brandschutz zuverlässig gewährleisten. Deshalb hat die Fraktion einen Antrag für die Haushaltsberatungen 2017 formuliert, der neben der Erhöhung des Budgets die Stärkung des Ehrenamts zum Ziel hat.

„Wir müssen den gestiegenen Mitgliederzahlen Rechnung tragen und mehr Einsatzanzüge, Helme, Aus- und Fortbildungen bezahlen“, erläutete gestern Frank Seidel. „Die Verwaltung soll für die Beratungen ein auskömmliches Budget vorlegen.“ Bislang gebe es dafür einen Festbetrag, erklärte Seidel. Der soll auf den Prüfstand.

Außerdem möchten die Sozialdemokraten die Unterhaltung der Feuerwehrgerätehäuser verbessern. Nach den Vorstellungen der Fraktion sollen die Verwaltungsmitarbeiter noch in diesem Jahr mit einer Bedarfserhebung beginnen, damit auch bei dieser Position die Budgetansätze angepasst werden.

Für Frank Seidel wie für Rainer Zottmann, Vorsitzender des Ausschusses für Ordnung und Soziales, der den Antrag gestellt hatte, sind weitere Punkte ebenfalls wichtig. „Es geht um die Entlastung der nebenamtlichen Führungskräfte. Aber auch der betriebliche Alltag soll von einfachen Verwaltungs- und Logistikaufgaben entlastet werden.“ Die Sozialdemokratenbitten das Rathaus-Team, Entlastungsvorschläge zu erarbeiten. Aus Sicht der Fraktion könnte das teilweise durch Mitarbeiter des Bauhofs geschehen, wobei auch perspektivisch an eine Aufstockung des Personals gedacht wird. „Die Herausforderungen für die Führungskräfte nehmen nicht nur im taktischen Bereich zu, sondern auch in der inneren Führung der Feuerwehren“, erklärt Rainer Zottmann. Er erinnert an Großeinsätze wie im Recyclinghof in Brinkum, bei dem Einsatzkräfte über die Grenzen der Gemeinden hinaus zusammenarbeiten. Zottmann möchte, dass eine gemeinsame Aus- und Fortbildung weiterhin gewährleistet und organisiert wird. Deshalb soll der Bürgermeister mit seinem Team das Konzept in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden überprüfen. Dann sei auch in Zukunft gesichert, dass die Feuerwehrleute die einheitlichen Taktiken und Herangehensweisen kennen.

Als Motivationshemmer nehmen die Feuerwehrleute die wachsende Anzahl von Fehlalarmen wahr. Diese entstehen durch häuftig ausgelöste Brandmeldeanlagen. Zottmann macht in seinem Papier an die Verwaltung deutlich, dass „die damit verbundene Kräftebindung nicht zu akzeptieren“ sei. Er wünscht sich, dass beispielsweise der Wirtschaftsförderer seine Kontakte zu den Geschäftsführern nutzt, um dieses für die Feuerwehr sensible Thema immer wieder mal anzusprechen.

Die Sozialdemokraten sehen im Vergleich zu anderen Gemeinden Nachbesserungsbedarf in Sachen Aufwandsentschädigung. Die dazugehörige Satzung stammt aus dem Jahr 2012. Die SPD bittet das Rathaus, auch dazu einen Vorschlag zu erarbeiten und die notwendigen Haushaltsmittel auszuweisen.

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