Wilfried Meyer erkundet mit 40 Frauen und Männern den Naturraum der Hache und führt sie zum Kirchweyher See

Zeit der wilden Müllkippe ist längst vorbei

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Neben dem Besuch von vielen bislang unbekannten Bereichen der Hache darf natürlich nicht der Ellernbruch fehlen.

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Mehr als 40 Teilnehmer einer Gästeführung unter Leitung von Wilfried Meyer haben am Sonnabend den Naturraum der Hache erkundet. Sie erfuhren viel über das Gewässer und auch über die Anstrengungen Anfang der 1980er-Jahre, den Kirchweyher See zu retten.

Sie trafen sich zunächst beim Veranstaltungsraum „Flair“ doch Meyer begrüßte sie offiziell erst am Ende des „Heckenweges“, wo die Stille fernab vom Verkehrslärm die Teilnehmer besser auf die Tour einstimmte. Es stellte sich heraus, dass die meisten Naturliebhaber zuvor noch niemals am Kirchweyher See waren. Deshalb beschrieb Meyer die Veränderungen im Laufe der vergangenen Jahrzehnte. Dass dieser See nur selten von Spaziergängern besucht wird, liegt daran, dass sein Ufer schwer zu erreichen ist. Aus negativen Erfahrungen heraus hätten die Planer es bewusst vermieden, entlang des Sees einen Weg anzulegen. 1982 wurde der früher zwei Kilometer lange See entschlammt, nachdem er jahrelang als wilde Müllkippe missbraucht worden war. Rund 95000 Kubikmeter Schlamm und unter anderem drei Autowracks wurden aus dem See geholt, der von 1922 bis Kriegsende sogar ein Freibad war.

Der Weg führte die Gruppe weiter durch den Ellernbruch zur oberhalb der Wassermühle gelegenen Flutmulde der Hache und zur Quelle der „Sudweyher Beeke“, die als kleiner Nebenbach der Hache stets die Ursache für teilweise schlimme Überschwemmungen in Sudweyhe war. Wenn die Hache im Frühjahr das Wasser nicht fassen konnte, flutete es in die „Beeke“, die dann auf ihrem Weg durch das Dorf über die Ufer trat. Am „Holtwischdamm“ hatte Wilfried Meyer sogar eine Leiter an den Deich gelegt, so dass die Teilnehmer einen Blick auf die Flutmulde werfen konnten, die inzwischen fast zugewachsen ist.

Über den Pilgerweg erreichten die Radfahrer anschließend den Lahauser „Spieker“, wo die Führung endete.

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