Weyher Theaterensembles „Lampenfieber“ verwandelt k Forum der KGS Kirchweyhe in einen Passagierjet

Schräger Mix aus Komödie und Musical

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Die Akteure des Ensembles „Lampenfieber“ verstehen es, ihr Publikum bei Laune zu halten.

Weyhe - Von Uwe Goldschmidt. Das Forum der KGS Kirchweyhe hat sich am Sonnabend in einen Flugzeug verwandelt – denn im aktuellen Stück des Weyher Theaterensembles „Lampenfieber“ heben Schauspieler und Zuschauer ab: „Beatles an Bord“ heißt das Schauspiel, das am Wochenende Premiere hatte. Bereits am Eingang erhielt das Premierenpublikum die Bordingpässe. Charmante Flugbegleiterinnen mit französischem Akzent geleiteten die Gäste zu den Sitzplätzen.

Fast ein Jahr intensive Probenarbeit liegen hinter der Crew um Marco Langer, der als gelernter Veranstaltungstechniker die Regie und Theaterleitung übernommen hat. „Wir wollten gerne zu unseren Wurzeln zurück, aus denen die Gruppe „Lampenfieber“ entstanden ist“, sagt der 22-Jährige. Die Ursprünge dieser Theaterproduktion liegen in einer ehemaligen Musical-AG der KGS-Kirchweyhe. „Wir wollten zum Musical zurück“, sagt der Regisseur.

So entschied sich das Ensemble für das Stück aus der Feder von Enrique Keil und brachte einen schrägen Mix aus Komödie und Musical auf die Bühne, der mit einem kräftigen Schuss Nostalgie gemixt ist.

„Bitte schnallen Sie sich an und schalten Sie Ihre elektronischen Geräte aus“, hieß es zu Beginn und so nahmen Babette (Jenny Sievert), Jeannette (Merit Pfeng) und Raclette (Henrike Heidtmann), drei Flugbegleiterinnen der maroden französischen Airline Jet-Baguette, das Publikum mit auf ihren Flug nach Paris. Der Pilot (Erik Richter) ist betrunken, das Essen wird knapp, das Flugzeug entpuppt sich als schrottreif, ein Triebwerk fällt aus, der Co-Pilot ist tot, der Kapitän verfliegt sich, und die geplante Notwasserung auf der Nordsee fällt buchstäblich ins Wasser.

Doch die tollkühnen Stewardessen in ihrer fliegenden Kiste haben die Situation immer voll im Griff. Mit Songs der Beatles halten sie die Passagiere bei Laune und haben für jede Panne das passende Lied parat. Nicht nur die überaus originellen Interpretationen der neunzehn Beatles-Hits, auch die frechen Dialoge machten den Katastrophen-Trip zu einem himmlischen Vergnügen.

Die eine Stewardess der französischen Fluggesellschaft Jetbaguette stellt sich als „Angstflug-, nein Flugangstbegleitung” vor, die andere bemerkt lakonisch: „Unsere richtisch Flugzeug ist in eine Eimer”, weshalb ein ausrangiertes Transportflugzeug für „winzig kleine Atombomben” als Ersatz herhalten muss. Viele Zuschauer sangen und wippten bei bekannten Songs wie „Yellow Submarine“, „Yesterday“ und „Let It Be“ mit, die von der sechsköpfigen Band live gespielt wurden. Mit erfrischend jungen Stimmen, viel Spielwitz und übermütiger Naivität überzeugte das gesamte Ensemble. Besonders gefühlvoll interpretierten die Akteure dabei den Titel „All my Loving“. Diesen sang Merit Pfeng alias Jeanette zwischen dem Publikum im verdunkelten Saal nur mit einem Lichtkegel angestrahlt, begleitet von Nils Oehlmann an der Gitarre und einer Gesangsstimme (Antonia Kaluza, die in der Band auch Violine spielte). Verabschiedet wurde die gesamte Crew von Darstellern, Musikern, Technikern und Bühnenbauern vom begeisterten Publikum mit lautem Beifall. Weitere Aufführungen sind in der Wesergemeinde am 28. November in der KGS Leeste und am 6. Dezember in der KGS Kirchweyhe jeweils um 20 Uhr vorgesehen.

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