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Weyher Theater startet mit Schauspiel vor einer Schlosskulisse in die neue Saison

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Von: Sigi Schritt

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Stellen den neuen Spielplan der Saison 2022/2023 vor: Pressesprecher Marc Gelhart, Intendant Kay Kruppa, Patrick und Heinz-Herrmann Kuhlmann, Geschäftsleitung, sowie Isabell Behrendt, künstlerische Leitung (v.r.n.l.).
Stellen den neuen Spielplan der Saison 2022/2023 vor: Pressesprecher Marc Gelhart, Intendant Kay Kruppa, Patrick und Heinz-Herrmann Kuhlmann, Geschäftsleitung, sowie Isabell Behrendt, künstlerische Leitung (v.l.n.r.). © Sigi Schritt

Mit Komödien und einer Uraufführung in der neuen Spielzeit 2022/2023 will das Weyher Theater seinen langjährigen Dramaturgen Frank Pinkus ehren, der im vergangenen Jahr verstorben ist. Viele Werke habe Pinkus geschrieben oder mitverfasst.

Weyhe – Wie Intendant Kay Kruppa betonte, halte er Frank Pinkus für einen der letzten großen Komödienautoren in Deutschland der vergangenen 50 Jahre. Er sei laut Kruppa zum Glück der Hausautor des Weyher Theaters gewesen und habe maßgeblich an der Erfolgsgeschichte des Hauses am Kirchweyher Marktplatz mitgeschrieben.

Die Besucher im 313 Sitzplätze umfassenden Saals erleben laut Pressesprecher Marc Gelhart „wunderbare Stücke, die das Schaffenswerk von Frank Pinkus retrospektiv zusammenfassen“.

Start mit dem Open-Air-Sommertheater

Die neue Saison beginnt im Juli und dauert bis Ende Juni des kommenden Jahres, erläutert Kay Kruppa. Sie startet mit dem Open-Air-Sommertheater vor der malerischen Kulisse des Schlosses Erbhof in Thedinghausen. Dort wird eine Bühne für 724 Plätze errichtet. Ab dem 8. Juli spielen die Akteure zwölf Mal den Publikumserfolg „Sonne, Sand und Sylt“.

Ab dem 17. Juli ist etwas für Kinder dabei: Die Schauspieler führen das Stück „Urmel aus dem Eis“ auf. Kay Kruppa glaubt, dass das Weyher Theater mit dem Sommerspaß einen Nerv treffen wird.

Mit einer Drei-Frauen-Komödie startet laut Kruppa die eigentliche Abo-Saison im September: Für Freitag, 23. September, steht die Premiere der Uraufführung „Kim, Mel und Lou“ an. „Es wird eine musikalisch-komödiantische Party werden“, ist sich der Intendant sicher.

Frauen lästern auch unter Corona-Bedingungen

Er hatte zusammen mit Pinkus das Stück in der Pandemiezeit verfasst, das Isabell Christin Behrendt inszenieren wird. Es gehe darin unter anderem um die Frage, wie man sich unter Corona-Bedingungen treffen kann. Denn die drei Frauen haben viel miteinander zu bereden – da dürfe das Virus nicht stören. Auch online könne man mit Facetime und Co. über die Männerwelt lästern.

Die zweite Premiere ist für Freitag, 11. November, geplant: „Love Jogging“ heißt die Verwechslungskömödie aus der Feder von Derek Benfielt. In der Inszenierung von Kay Kruppa geht es um einen „Freundschaftsdienst“, den sich zwei verheiratete Eheleute gegenseitig erweisen, um sich mit ihren Geliebten zu treffen.

Als eine Ehefrau von einer Geschäftsreise vorzeitig zurückkehrt und sie in ihrer Wohnung auf einen fremden Mann und eine fremde Frau trifft, nimmt ein Lügen-Chaos seinen Lauf. Diese britische Verwechslungskomödie wollen die Weyher mit viel Tempo umsetzen, wie es für den Stil des Hauses typisch sei, kündigt Kay Kruppa an.

Märchenklassiker wurde „witzig aufgearbeitet“

In der Vorweihnachtszeit steht ein zweites Weihnachtsmärchen auf dem Spielplan: Am 26. November startet „Aladin und die Wunderlampe“. Frank Pinkus hatte den Märchenklassiker „witzig aufgearbeitet“, so Kruppa.

Im kommenden Jahr sind zwei weitere Premieren angesetzt: Ab 24. Februar geht es in der Pinkus-Komödie „Agathe und ich“ um den arbeitslosen Journalisten und Frauenversteher Klass Kästner, der erst Erfolg hat, als er die Texte unter einem weiblichen Pseudonym schreibt. Als eine Festanstellung winkt, muss Kästner in eine Frauenrolle schlüpfen, die so manche Begehrlichkeit weckt. Das Stück wurde schon einmal in Weyhe aufgeführt – und war laut Kruppa 60 Mal ausverkauft.

Karten

Ab kommenden Montag können Interessenten sich Theaterabos für die neuen Stücke ebenso sichern wie Karten für einzelne Aufführungen, kündigt Geschäftsführer Heinz-Hermann Kuhlmann an. Die Spielpläne sind vorerst nur online einsehbar.

Weitere Infos:

www.weyhertheater.de

Das Publikum kann sich für die letzte Premiere der Saison, am 5. Mai, auf einen Klassiker freuen: „Why not?“. Dieses Mini-Musical von Frank Pinkus wurde fast 150 Mal vor ausverkauftem Haus gespielt. Mit diesem Drei-Männer-Stück wird die Saison enden.

Dazwischen gibt es ein Wiedersehen mit beliebten Stücken aus dem Repertoire wie zum Beispiel die tierisch-satirische Heinz-Erhardt-Revue, mit „I walk the Line“ ein Johnny-Cash-Abend sowie die Komödien: Nicht nur Träume können fliegen, Eine Reise, Hier bist du richtig sowie Männer allein zu Haus.

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