Gemeinde erwartet Ergebnisse Ende Juli

Weyher Straßennetz auf dem Prüfstand

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Vor dem Straßenerfassungs-Messfahrzeug bleibt keine der Weyher Gemeindestraße sicher. Auch kleinere Schäden sollen durch die Kameras erkannt werden und der Gemeinde die Möglichkeit geben, die Instandsetzung optimal zu priorisieren.

Weyhe - Von Marc Lentvogt. Der Zustand der Gemeindestraßen – er ist nicht überall erfreulich. „Das bewegt uns und die Weyher“, weiß Ina Pundsack-Bleith, Erste Gemeinderätin. Dass die Qualität vielerorts hinter den Wünschen und Erwartungen zurückbleibt, liege sicher auch daran, dass „wir uns in der Vergangenheit nicht immer ausreichend gekümmert haben“, gesteht sie ein. Die schlimmsten Fälle seien bekannt. Um zu verhindern, dass weitere Straßen verfallen, soll ein Analyseprojekt Aufschluss geben, wo der dringenste Handlungsbedarf besteht.

„Nächste Woche beginnt die Leipziger Firma Geo Net Solution mit einer Zustandserfassung“, sagt Dierk Heitmann aus dem Tiefbauamt. Das Unternehmen wird mit einem Messfahrzeug das gesamte Straßennetz der Gemeinde – rund 300 Kilometer – abfahren. In Abständen von fünf Metern wird ein Bild aufgenommen, nach Ende der Maßnahme sollen möglichst alle Problemen auf den Straßen im Bild erfasst worden sein.

Beginn der Messphase ist am kommenden Dienstag, 22. Mai. Zunächst ist geplant, dass die Firma eine Woche durch die Gemeinde fährt. Nach einer Analyse der Daten könnte es weitere Kontrollfahrten geben, bis zum 15. Juni soll der Vorgang jedoch abgeschlossen sein. Die Gemeinde lässt sich diese Kompletterfassung etwa 90 000 Euro kosten. Einbezogen werden selbst die Wirtschaftswege.

Zurück in Leipzig wird das Unternehmen sich den Bildern widmen und alle Straßen einzeln benoten. „DieFünfen und Sechsen kennen wir“, sagt Heitmann. „Überraschungen werden die Schäden sein, die nicht ganz so offensichtlich sind, die im Bereich der 4- sind.“ Diese bergen auch das größte Potenzial, um langfristig Geld zu sparen: Noch bestehe bei diesen Fällen die Möglichkeit der Instandsetzung. Wartet die Gemeinde noch zwei oder drei Jahre, könnte es sein, dass größere und teurere Maßnahmen notwendig werden.

Datenschutz wird nicht vergessen

„Auf Grundlage der Ergebnisse werden wir ein Straßenausbau- und -instandsetzungsprogramm erstellen. Sie erlauben uns, die Straßeninstandsetzung zu priorisieren“, fügt Pundsack-Bleith hinzu. Bereits im Herbst möchte die Verwaltung mit den Ergebnissen in die politischen Gremien gehen, damit die zwingenden Arbeiten im Haushalt für das kommende Jahr berücksichtigt werden können.

Ein weiteres Ziel ist, dass der Rat ein Ausbauprogramm beschließen soll, das auf fünf bis sieben Jahre angelegt wird und festlegt, welche Straßen zu welchem Zeitpunkt Aufmerksamkeit benötigen. Am Ende des Zeitraumes wird die Zustandserfassung wiederholt.

Für den Bürger bedeuten die Messfahrten keine Einschränkungen, allerdings wird darum gebeten, nicht zu nah auf die Messfahrzeuge aufzufahren. Für den Datenschutz sei durch die Projektleiter gesorgt, betont Pundsack-Bleith. Kennzeichen und Gesichter werden gepixelt, an diesen Daten habe die Gemeinde kein Interesse.

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