Weyher Realschullehrer Falk Guder legt seinen neuen Krimi vor

Mord zur Freimarktszeit

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Falk Guder stellt sein zweites Historienwerk vor.

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Nachdem Kriminal-kommissar Otto von Weyhe und sein Assistent, Wachtmeister Heinrich Hansen, im Juli 1901 einen Aufsehen erregenden Mord an einem Osterholzer Bauern aufgeklärt haben, stehen beide ein Vierteljahr später erneut vor einem schweren Fall: Der Nachtwächter einer Bremer Bank ist ermordet worden. Die Jagd nach dem Täter beginnt, und das ausgerechnet zur fünften Bremer Jahreszeit, dem Freimarkt. Der Weyher Realschullehrer Falk Guder lässt nach dem 2012 herausgegebenen Historien-Krimi „Tod im Herrenzimmer“ jetzt mit „Tod in der fünften Jahreszeit“ seinen zweites Werk folgen.

Auch dieser Krimi spielt 1901, und dass zwischen beiden Krimis eine Zeitspanne von drei Jahren liegt, ist auch zurückzuführen, dass eine sehr aufwändige Recherche erforderlich war, damit die historischen Fakten stimmten. Dabei ging es nicht nur um die authentische Darstellung der Bremer Straßenszenen und Gebäude der damaligen Zeit, es ging auch um Hierarchien in Justiz und Polizeidienst, um soziale Verhältnisse und die Umgangssprache. Guder informierte sich ausführlich über den Bremer Freimarkt zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, über technische Vergnügen wie „Hau den Lukas“ oder den „Elektrisierautomaten“, und es ging um Künstler, Gaukler und Gauner, die damals den Freimarkt bevölkerten. Dabei stieß der Autor auf Hinweise, dass damals immer auch ein Wanderzirkus auf dem Freimarkt gastierte. Und dieser „Circus“ spielt in „Tod in der fünften Jahreszeit“ eine zentrale Rolle, zumal noch weitere Morde geschehen. Dabei steht der „Kommissär“ auch unter Zeitdruck, denn nach dem Freimarkt zieht der Wanderzirkus weiter.

Als Geschichtslehrer interessierte Guder auch der geschichtliche Hintergrund, vor dem dieser Roman spielt. So erfährt der Leser einiges über die Regionalgeschichte, die vor dem Ersten Weltkrieg besonders in Bremen auch mit der Kolonialpolitik des Reichs zusammenhing.

„Die Recherche hat mir Spaß gemacht“, erklärt Guder. Die Idee, wie der Kriminalfall gelagert ist und wie er aufgelöst wird, hatte er bereits bevor er mit dem Schreiben begonnen hat. In diesen Rahmen fügte er die einzelnen Kapitel ein und begann sie zu füllen. Er hatte also „das Ziel im Blick“, aber unterwegs traten immer wieder Fragen auf, die erst durch eine erneute Recherche gelöst werden konnten. „Mir geht Qualität vor Schnelligkeit“, so Guder, der sich darüber freut, dass der Bremer Kellner-Verlag ihm dafür die Zeit gelassen hat. Falk Guder hält am Mittwoch, 21. Oktober, um 20 Uhr eine Lesung im Bremer „Schlachthof“.

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