Gemeinde im Taschenformat

Ortsplan von Weyhe umfasst die neuesten Straßen, Parkareale, Radstrecken und den Jakobsweg

Präsentiert den neuen Weyher Plan im handlichen Format: Wirtschaftsförderer Dennis Sander.
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Präsentiert den neuen Weyher Plan im handlichen Format: Wirtschaftsförderer Dennis Sander.

Weyhe – Wo ist der Mekonikusweg? Wo ist die Hildegard-von-Bingen-Straße? Wer eine Antwort sucht, wird im Internet zum Beispiel bei Google Maps fündig, oder er schaut sich einen druckfrischen Ortsplan an. Den präsentiert Wirtschaftsförderer Dennis Sander. Die Gemeinde setzt auf eine Kooperation mit dem Simon-Verlag, der das Werk in einer Auflage von 1 000 Exemplaren gedruckt hat.

„Die neuesten Straßen sind auf dieser Karte ausgewiesen“, sagt Sander. So befindet sich zum Beispiel der Mekonikusweg in Sudweyhe und geht von der Straße Hoher Geestweg ab. Er führt auf das ehemalige Areal der Sudweyher Raiffeisen-Warengenossenschaft. Der Ursprung dieses ungewöhnlich klingenden Namen ist historisch: Der Name bezieht sich auf die alte Schlosserei Warneke, die sich vom Jahr 1910 an um den Ausbau der Energieversorgung in den Höfen des Ortes verdient gemacht hat. So errichtete der Maschinenbauer Heinrich Warneke mit einem Benzol-Motor eine Stromversorgung für seinen Betrieb. Anwohner ließen sich Anschlüsse legen. Im Volksmund wurde dieser Unternehmer Mekonikus genannt, erklärt Gemeindearchivar Hermann Greve. 2018 erhielt die Straße im Baugebiet „Westlich Hoher Geestweg“ ihren Namen.

Ähnliches gilt auch für die Hildegard-von-Bingen-Straße. Der Plan zeigt, dass sie sich in Leeste befindet und die Leester Straße mit der Kirchstraße verbindet. Wer aus Richtung Waldkater in Melchiorshausen kommt und die Hauptstraße in Richtung Kirchweyhe befahren will, kann seinen Weg über die Hildegard-von-Bingen-Straße abkürzen und somit den Henry-Wetjen-Platz umfahren. Die Gemeinde hatte für die Hildegard-von-Bingen-Straße 2020 einen Namen gesucht und schließlich gefunden. Der neue Gemeindeweg führt durch das Gebiet „Südlich-Henry-Wetjen-Platz“.

Unter anderem ist im Ortsteil Erichshof die Straße Zum Vorwerk aufgeführt. Das ist der Name des Wegs, der in das Wohngebiet führt, das zwischen der Langen Reihe, Fuhren- ,Weser-, und Erichshofer Straße liegt. Diese Straße wurde 2017 in das Weyher Wegenetz eingeführt. Der Name bezieht sich laut Gemeindeachivar Hermann Greve auf das sogenannte Landesherrliche Vorwerk, das sich in der Zeit von 1565 bis 1790 an der Ecke Erichshofer Straße / Kalberkamp befunden hatte.

Außerdem zeigt der neue Ortsplan insgesamt 14 Stellen, die als offizielle, größere Parkplatz-Flächen gekennzeichnet sind. Nicht nur Straßen, sondern auch besondere Radwege sind im Plan erkennbar, der so gefaltet werden kann, dass er in jede Hosentasche passt. So sind im Plan der Weser-Radweg ebenso aufgeführt, wie die Bahn-Rad-Route Weser-Lippe, die Weyher Tour oder der Radrund-Wanderweg. An den Strecken befinden sich entsprechende Piktogramme. Das gilt auch für den Jakobsweg, der von Dreye über Kirchweyhe, Lahausen Richtung Barrien führt.

Der neue Plan, der das ganze Gemeindegebiet im Maßstab 1:20 000 zeigt, ist gratis im Rathaus erhältlich.

Von Sigi Schritt

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