Nico und Marcel Hilbig fahren Motocross

Erste Fahrversuche mit Fünf

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Sie sind die erfolgreichsten Moto-Cross-Fahrer in Weyhe (von links): Mike, Nico und Marcel Hilbig aus Leeste.

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Ein ungewöhnliches Hobby pflegen Marcel und Nico Hilbig zusammen mit ihrem Vater Mike Hilbig: Sie fahren Moto-Cross, und das sogar mit so gutem Erfolg, dass sie in der nächsten Saison auch an Rennen um den ADAC-Nordcup teilnehmen werden.

Mike Hilbig und seine Frau Hilde fuhren schon als Jugendliche mit Vorliebe Motorrad. Als die beiden Jungen geboren waren, bastelte Mike Hilbig aus einem Bausatz einen Seitenwagen, in dem Marcel und Nico nebeneinander Platz fanden.

Vor etwa zehn Jahren besuchten sie „nur mal so“ eine Moto-Cross-Veranstaltung in Syke-Osterholz. Nico, zu diesem Zeitpunkt acht Jahre alt, hatte „Blut geleckt“ und bekam zu Weihnachten eine 50er „Yamaha“. Für die sandige Bahn in Wildeshausen – in Syke-Osterholz darf nicht trainiert werden – erwies sich dieses Motorrad als ungeeignet und wurde gegen eine „KTM“ eingetauscht. Damit machte auch der fünf Jahre alte Marcel im eigenen Garten seine ersten Fahrversuche, die an einem Zaun endeten.

Alle drei „Männer“ rechnen es ihrer Mutter hoch an, dass es ihr glang, Marcel zum Weitermachen zu überreden. Er bekam die „50er“ von seinem Bruder, der selbst auf eine 65er „KTM“ umstieg. 2006 startete er sein erstes Rennen und wurde dabei von der ganzen Familie begleitet und angefeuert. Auf Dauer war es für Mike Hilbig aber zu langweilig, immer nur seinen Söhnen beim Rennen zuzuschauen. Er setzte sich selbst auf eine Moto-Cross-Maschine und stieg schon nach der ersten Runde wieder ab. „Ich hatte das Gefühl, dass meine Arme platzen“, erinnert er sich, und heute weiß er, dass er damals total verkrampft über die Bahn bretterte.

Aber er gab nicht auf, trainierte zusammen mit seinen Söhnen und bald war auch das Fahrgefühl da.

Seitdem beteiligten sich alle drei regelmäßig an der Renn-Serie um den „Niedersachsen-Cup“. Die sportlichen Erfolge blieben nicht aus. In den Jugendklassen stand Marcel häufig auf einem Podestplatz. Auch Nico Hilbig belegte unter den rund 60 gemeldeten Fahrern ständig einen Platz unter den zehn Besten, während Mike Hilbig „immer mittendrin“ ankommt.

2015 starteten Nico und Marcel Hilbig erstmals gemeinsam in der Senioren-125er-Klasse und belegten am Ende unter mehr als 60 Konkurrenten einen vierten und einen sechsten Platz in der Gesamtwertung.

Das Fahrtraining absolvieren sie in Wildeshausen. Dann stehen Zwei-Runden-Rennen auf dem Programm, das Fahren in der Innen- und Außenkurve wird geübt, sie fahren zehn Runden stehend oder nur mit einer Hand am Lenker. „Das verbessert das Fahrgefühl“, erklärt Mike Hilbig. Zusätzlich „bolzen“ sie Kondition. Nico läuft nach Feierabend, während Marcel sich dem Boxring 46 in Kirchweyhe angeschlossen hat.

Die Maschinen stehen in einem Anhänger hinter dem Wohnmobil, mit dem die Familie zu den Renntagen fährt. Gegenwärtig wird kräftig geschraubt, um die Motoren auf die neue Saison vorzubereiten. Unterstützt werden sie von Thomas Müller in Delmenhorst, der selbst Moto-Cross gefahren ist. Trotzdem ist es ein teurer Sport. „Aber wir bieten auf Helm, Maschine und an der Bekleidung viel Werbefläche“, lacht Mike Hilbig, der vor allem für seine beiden „Jungs“ Sponsoren sucht.

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