Weyher Kantorei führt in diesem Jahr Werke von Mozart und Mendelssohn auf

Persönliches Verhältnis zu erwartungsfrohen Noten

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Bereiten sich auf zwei große Chorwerke im Mai und November vor: (v.l.) Betty Zander, Kantorin Elisabeth Geppert, Anke Duwe, Sabine Patz-Lumma und Hannelore Leifeld.

Kirchweyhe - Von Philipp Köster. „Ich kann zwar keine Noten lesen, aber ich weiß, was die Note von mir erwartet.“ Auch ohne musiktheoretisches Rüstzeug kann Betty Zander in der Felicianuskantorei mitsingen. Und tut das schon seit mehr als 40 Jahren.

Dank ihres fast schon persönlichen Verhältnisses zu Noten dürfte es Betty Zander leicht fallen, ihren Part in der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart auszufüllen, die der Chor am Sonntag, 29. Mai, in der Felicianuskirche singt.

Ähnliches gilt für das zweite große Werk, das die Kantorei unter Leitung von Elisabeth Geppert in diesem Jahr zum Besten gibt: das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy am Sonntag, 6. November. Zumal das Ensemble mit dem Opus vertraut ist, hat es den „Elias“ doch schon 2007 aufgeführt.

Die Krönungsmesse nimmt sich die Kantorei aus Anlass des 225. Todesjahres Mozarts vor. Laut Geppert gehört sie neben der Jupitersinfonie, dem Klarinettenkonzert in A-Dur, der Oper „Hochzeit des Figaro“ und dem Requiem zu den Höhepunkten des Komponisten. Anders als das düstere Requiem sei die Messe fröhlich und stecke voller Lebensfreude, was schon an der Tonart C-Dur, der Tonart für Trompeten und Oboen, ersichtlich sei. Das Stück wurde Ostern 1779 erstmals aufgeführt, der Name Krönungsmesse stammt aber erst aus dem 19. Jahrhundert, wahrscheinlich weil es bei derlei Anlässen gespielt wurde.

Das Werk ist Geppert zufolge gut für Klassikeinsteiger im Publikum geeignet, aber auch Chor-Anfänger können mit diesem Stück starten. Geprobt wird dienstags von 20 bis 21.30 Uhr, eine Stunde zuvor studieren wechselweise die Männer- und Frauenstimmen ihren Part ein. Interessierte kommen einfach um 20 Uhr in die Pfarrscheune oder rufen Elisabeth Geppert unter Telefon 04203/788975 an. „Vorsingen muss niemand“, zerstreut Chormitglied Sabine Patz-Lumma Bedenken, die Neueinsteiger vom Mitmachen abhalten könnten.

„Elias“ muss singen

und spielen können

Das halbstündige Werk wird Ende Mai ergänzt um Mozarts Solokantate für Sopran und Orchester „Exsultate, jubilate“. Weitere Stücke bereitet Geppert noch vor. Mit der Sinfonietta Oldenburg hat die Kantorin schon ein Orchester gebucht, nach passenden Solisten sucht sie noch.

Das gilt auch für das Mendelssohn-Werk im November. Geppert muss vor allem für den Hauptakteur, den „Elias“, jemanden haben, der neben gesanglichen auch darstellerische Qualitäten hat. Doch der Dirigentin ist nicht bange, es gebe viele professionelle Solisten. Und einige kämen immer wieder gerne, weil sie die Akustik und die Größe der Felicianuskirche schätzten. Als Orchester unterstützt die Kammersinfonie Bremen den Auftritt.

Hannelore Leifeld zufolge ist der „Elias“ ein „absoluter Höhepunkt“, schon das Üben bereite viel Freude. Vor allem das Stück „Denn er hat seinen Engeln“ befohlen“ ist laut Geppert „wunderwunderschön“.

Vor dem ersten Auftritt im Mai plant Geppert ein Intensivwochenende für den Feinschliff. Bis dahin können die Akteure ihren Part außer bei den dienstäglichen Proben zu Hause mit speziellen Übungs-CDs schulen, auf der nur die jeweilige Stimmlage aufgezeichnet ist.

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