Weyher Gewerbering mit neuer Vorsitzenden / Suche nach einem Marktmeister

Jana Grammel löst Frank Rother ab

Jana Grammel (rechts) führt den Weyher Gewerbering an. Markus Pick (Mitte) ist Mitglied des WG-Vorstands und Irma Puch führt jetzt den Hilfsfonds für unverschuldet in Not geratene Weyher Bürger.
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Jana Grammel (rechts) führt den Weyher Gewerbering an. Markus Pick (Mitte) ist Mitglied des WG-Vorstands und Irma Puch führt jetzt den Hilfsfonds für unverschuldet in Not geratene Weyher Bürger.

Jana Grammel führt jetzt den Weyher Gewerbering (WG) an. Sie löst damit Frank Rother ab. Die neue Vorsitzende ist 34 Jahre alt und ist Inhaberin des Unternehmens Optic Grammel. Die Augenoptikermeisterin vertritt rund 120 Mitgliedsbetriebe und Fördermitglieder. Im Gespräch macht sie deutlich, welches Thema für den WG künftig Fahrt aufnehmen muss.

Weyhe – Der Weyher Gewerbering (WG) hat eine neue Vorsitzende: Jana Grammel. Die 34-jährige Inhaberin eines Optiker-Geschäfts an der Bahnhofstraße ist für drei Jahre gewählt. Die Augenoptikermeisterin vertritt rund 120 Betriebe und Fördermitglieder.

Die neue Vorsitzende habe den Rückhalt der örtlichen Gewerbetreibenden, sagt das WG-Vorstandsmitglied Markus Pick anerkennend. „Die Wahl war einstimmig.“ Ihr Vorgänger, Frank Rother, hatte bereits im Oktober angekündigt, aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr kandidieren zu wollen. Rother wurde einmal gewählt und in den vergangenen 15 Jahren laut Pick viermal wiedergewählt. Nun folgt also der Generationenwechsel.

Im Alter von 24 Jahren schon Unternehmerin

Jana Grammel, 1987 in Bassum geboren, ist in Syke aufgewachsen. Nach Ausbildung und Meisterschule wagte sie vor knapp zehn Jahren den Weg in die Selbstständigkeit. „Da war ich 24 Jahre alt“, sagt sie. Sie hatte zuvor bei einem anderen Optiker-Unternehmen in Weyhe gearbeitet. Schließlich zog sie vor sieben Jahren privat in die Wesergemeinde.

„Riesenzusammenhalt innerhalb des WG“

Nach mehr als einem Jahr nach der Gründung ihres Unternehmens sei sie in den WG eingetreten. Das sei eine gute Möglichkeit gewesen, Weyher kennenzulernen. „Ich habe als Mitglied des WG einen Riesenzusammenhalt unter den Unternehmern festgestellt.“ Außerdem habe sie gemerkt, dass die Gewerbetreibenden in Weyhe füreinander da seien. „Das ist mit ein Grund gewesen, das Amt anzunehmen“, sagt die Vorsitzende

WG: Das sind die Zukunftspläne

Pläne für die Zukunft? Grammel hofft, dass die WG-Mitglieder die Corona-Zeit gut überstehen, sagt sie. Ein Thema, bei dem der WG dran bleiben werde, sei die Digitalisierung. Grammel gibt ein Beispiel: Während der Pandemie hatten Unternehmer Produkte fotografiert und spezielle Angebote speziell für die Plattform Instagram aufbereitet. Die Unternehmer im Lockdown bemerkten, dass Kunden gezielt nach diesen Produkten gefragt und diese abgeholt hätten.

Weyher Herbstmarkt fällt 2021 aus

An Aufgaben für den Vorstand um Jana Grammel mangelt es nicht: Ein Herbstmarkt fällt in diesem Jahr wegen Corona zwar aus. „Wir prüfen, ob ein verkaufsoffener Sonntag möglich ist. Es könnte auch ein Late-Night-Shopping in der Adventszeit werden“, sagt Markus Pick.

Gewerbeschau: Marktmeister gesucht

Der WG müsse außerdem mit der Gemeinde in die Planungen für eine Gewerbeschau einsteigen. Dabei gehe es um die Frage, unter welchen Bedingungen eine Schau organisiert werden könnte. Außerdem fehlt nach dem Tod des Marktmeisters Marcus Grosser ein Nachfolger.

Irma Puch führt Hilfsfonds

Eine weitere Personalie hat das Plenum am Donnerstagabend im Kirchweyher Hof bereits bestimmt: Irma Puch führt ab sofort den Hilfsfonds für unverschuldet in Not geratene Weyher Bürger. Diesen Geldtopf gebe es seit der Gründung des WG. Das sei vor 40 Jahren beschlossen worden und stehe so in der Satzung. Im Gewerbering drehe es sich nicht nur um den wirtschaftliche Erfolg der Mitgliedsbetriebe, sondern „das Gemeinwohl hat einen entsprechenden Anteil“, betont das WG-Vorstandsmitglied.

Notwendig sei der Personalwechsel geworden, weil der langjährige Funktionsträger Hans-Hermann Wittrock in diesem Jahr verstorben sei. Seine Nachfolgerin war langjähriges WG-Vorstandsmitglied und wurde laut Pick „reaktiviert“. Irma Puch berichtet, dass dieser Fonds im Jahr 2020 eine Summe in Höhe von 5 600 Euro ausgeschüttet habe.

In zehn Jahren rund 60000 Euro ausgeschüttet

Irma Puch betont, dass weder Fonds-Betreuer noch der WG-Vorstand wüssten, wer Geld bekommt. Die örtlichen Kirchengemeinden und die Gemeindeverwaltung würden wissen, wer auf eine Finanzspritze angewiesen sei. „In den vergangenen zehn Jahren hat der Hilfsfonds eine Summe von 58 000 Euro ausgeschüttet.“

Problem: Durch Lockdown sind Einnahmequellen weggefallen

Irma Puch bedauert, dass Einnahmequellen durch den Lockdown weggefallen seien. „Viele Geschäfte waren lange geschlossen“, sagt sie. In der Zeit der Schließung hätten die WG-Spardosen nicht mit Geld gefüttert werden können. Nach einer Gutscheinaktion und einer ausgefallenen Nikolausveranstaltung habe der WG dem Sonderfonds 3 000 Euro zur Verfügung gestellt, um laut Markus Pick „die fehlenden Einnahmen zu kompensieren“.

Aktuell für Flutopfer gespendet

Aktuell hätten die 30 WG-Mitglieder im Kirchweyher Hof an die Flutopfer in Deutschland gedacht: Sie spendeten einen Betrag von 770 Euro.

Von Sigi Schritt

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