Abschied im Rathaus

Weyher Bürger stehen hinter Andreas Bovenschulte

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Andreas Bovenschulte bei seiner Verabschiedung.

Andreas Bovenschulte hat im Weyher Rathaus einen emotionalen Abschied erlebt. Viele Bürger und Funktionsträger waren gekommen, um dem Sozialdemokraten ihre Wertschätzung auszudrücken.

Die Familien Söfty und Friemert hatten sogar extra einen Film zusammengestellt und vorgeführt. Die Reihe der Redner und die lobenden Worte schienen kein Ende zu nehmen – erst nach drei Stunden ging es in den gemütlichen Teil über. Bevor es wirklich ans Büfett ging, wurde Bovenschulte immer wieder umringt und umarmt. Kein Wunder: In knapp fünf Jahren hat „Bovi“ die Herzen der Weyher erobert. Und nun ist er seit Mitternacht nicht mehr deren Bürgermeister. 

Der Rat hatte geschlossen mit den Stimmen von SPD, CDU und der Grünen ein formelles Abwahlverfahren initiiert, damit er in Bremen weiter wirken kann (FDP und Die Partei stimmten dagegen). Diese Entlassung nahm er dankend an. Über die Parteigrenzen hinweg wurde deutlich – die Weyher stehen hinter Bovenschulte. Pastor Gerald Meier wünschte ihm Gottes Segen für seine Aufgabe in Bremen. 

Kommentar von Sigi Schritt

Intensive Arbeit für Weyhe

Was hätte Bürgermeister Andreas Bovenschulte für Weyhe nicht alles erreicht, wenn er seine Amtszeit in der Wesergemeinde voll gemacht hätte? Als der Sozialdemokrat vor fünf Jahren den Chefsessel im Rathaus übernahm, ging er mit Siebenmeilen-Stiefeln an die Arbeit. Der Sozialdemokrat bescherte den Bürgern viele Großprojekte, zahlreiche Millionenförderungen und schnelle Hilfe für kleine Probleme. Bovenschulte zog von Anfang an das Tempo an und war permanent im Sprint, im Kleinen wie im Großen. 

Er zeigte sich bürgernah und verbindlich wie kaum ein anderer Verwaltungschef. Er ging auf Kritiker zu und reagierte umgehend. Missstände gehören abgestellt. So ließ er schon mal seine Amtsleiter bei Bürgern anrufen, damit sie deren Probleme klären. Oder „Bovi“ schrieb die Bürger gleich selbst an und gab seine Handynummer weiter – für alle Fälle. Man sollte also nicht jammern, dass ihm drei Amtsjahre fehlen, sondern sich freuen, dass er fünf intensive Jahre in Weyhe gewirkt hat – und er lieferte: Ideen, Projekte und pragmatische Lösungen. Außerdem war er auf mehr Veranstaltungen präsent, als manch anderer Verwaltungschef in einer Amtszeit. Ist das ein Rezept, um Politikverdrossenheit entgegenzuwirken? Ja! Er kloppte viele Überstunden und redete sogar mit seiner Stellvertreterin Ina Pundsack-Bleith mehr als mit seiner Frau. Denn auch nach Dienstschluss und am Wochenende war „Bovi“ im Einsatz für die Gemeinde. 

Das zeigte Wirkung. Bürger und Funktionsträger machten gestern Abend deutlich, dass sie Bovenschulte vermissen werden und wünschen ihm, wie der ehemalige Ratsherr Franz Vogler, dass „Bovi“ Bremer Bürgermeister wird und Hansestadt und das Land rockt. Wenn „Bovi“ die vielen Überstunden anrechnet, hat er aus meiner Sicht seine Amtszeit vollgemacht.

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