Weyher Band „Blues am Dienstag“ freut sich auf Breminale-Auftritt am Sonntag

Geplant sind zwei Stunden, das Repertoire reicht für vier

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„Blues am Dienstag“ sind Silvia Herwig, Kurt Schröder (am Schlagzeug), Kai Kampf (mit Gitarre), Tom Wagner (mit Bass vorne rechts) und Marcus Kampf (Mundharmonika).

Weyhe - Von Philipp Köster. Sie proben zwar am Mittwoch, doch sie nennen sich „Blues am Dienstag“. Und am Sonntag bei der „Breminale“ haben sie einen großen Auftritt. Die Weyher Band startet gerade richtig durch.

„Normalerweise bewerben sich die Gruppen für einen Auftritt bei der Breminale, sagt der Gitarrist, Sänger und Mundharmonikaspieler Marcus Kampf, neben Schlagzeuger Kurt Schröder Urgestein der Formation. Doch nach einem Konzert auf dem Clubschiff „MS Treue“, das am Bremer Martinianlieger festgemacht ist, war dessen Betreiber so angetan von „Blues am Dienstag“, dass er seinen Einfluss als Mitglied des Auswahlkomitees geltend machte und die Weyher als Band für die Breminale verpflichtete.

Am Sonntag, 19. Juli, spielen die fünf wieder auf der „MS Treue“. Um 20 Uhr geht es los. Geplant ist ein zweistündiger Auftritt. „Wir haben aber ein Repertoire für vier Stunden“, sagt Sängerin Silvia Herwig. Was sie auch schon demonstrieren durften. „Beim Jazzfest in Gronau waren die Leute so begeistert, dass es vier Stunden wurden“, erinnert sich Marcus Kampf, im Hauptjob Frauenarzt in Leeste.

Seit 2007 spielen er und Schröder – ein kurz vor dem Ruhestand stehender Lehrer am Achimer Cato- Bontjes-van-Beek-Gymnasium – in unterschiedlichen Besetzungen. Auftritte in der Barrier Wassermühle und bei der DGB-Kundgebung 2012 auf dem Bremer Marktplatz sind den Fans vielleicht noch in Erinnerung. Nachdem es etwas ruhiger wurde, stiegen zum Jahr 2014 Kampfs Sohn Kai (Gitarre, Piano, Gesang) und dessen Kumpel Tom Wagner (Bass) ein. Nach nur zwei Monaten gemeinsamer Probe spielte „Blues am Dienstag“ vor Tausenden wieder bei einer DGB-Veranstaltung auf dem Domshof. „Ab da ging es nach oben“, sagt Marcus Kampf. Es folgten Auftritte im „Meisenfrei“ als Support-Band für Will Wilde und Nine Below Zero, auf der Mini-Bühne im „Heartbreak“ im Bremer Viertel und – wie gesagt – auf der „MS Treue“ sowie beim Jazzfest im vergangenen Mai in Gronau.

Der Bandname stammt übrigens von einer gleichlautenden Radiosendung im NDR aus den 1970er-Jahren mit Moderator Vince Weber. „Es gibt 1000 Bluesbands in Deutschland. Warum sollten wir uns nicht auch einen deutschen Namen geben? Außerdem prägt er sich gut ein“, sagt Kampf.

„Blues am Dienstag“ präsentiert eine breite Palette des Blues, von den „Kings“ über Little Walter, Koko Taylor und Muddy Waters bis hin zu Fleetwood Mac. Die Band covert nicht einfach nur, sie interpretiert die Songs ganz individuell, geführt von der Stimme Silvia Herwigs, die in der Mensa der KGS Kirchweyhe arbeitet.

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