Der 62-Jährige will bis zur Pensionierung zahlreiche Gründungsprojekte anschieben

Wirtschaftsförderer Dieter Helms gibt ordentlich Gas

Ein Projekt ist erfolgreich abgeschlossen: Frank Rönz vom Bremer Senior Service (l.) und Wirtschaftsförderer Dieter Helms (r.) bestätigen dem Existenzgründer Ahrmet Krasniqi ein gutes Konzept und besuchen ihn in seinem Geschäft. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Sigi Schritt. Der Wirtschaftsförderer Dieter Helms (62) will vor seine Pensionierung zum Jahresende noch jede Menge an Projekten anschieben, die er dann als Ruheständler zusammen mit seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin betreuen will. Neben der Gästeführung soll das Coaching von Existenzgründern einen Schwerpunkt bilden, sagte er gestern auf Anfrage.

Helms möchte bis zum Schluss ordentlich Gas geben. „Ich arbeite daran, dass Weyhe das Zeug hat, einen der vorderen Plätze bei einem möglichen Wettbewerb um den Titel ‘gründerfreundlichste Gemeinde’ zu bekommen.“ Das Coaching nimmt künftig für ihn noch mehr Raum ein. Ein Beispiel: Ahrmet Krasniqi ist einer von rund 50 Existenzgründern, die Helms und Frank Rönz vom Bremer Senior Service betreuen. „Sein Konzept trägt, er macht gute Beratungen rund um die Themen Computer und Handys“, bestätigen sie bei einem Besuch in Krasniqis Geschäft am Marktplatz. „Wir haben ihm ein Jahr lang geholfen, sich selbstständig zu machen.“

Helms und Rönz haben neue Zielgruppen im Auge. „Migranten sind mutige Gründer“, zitiert der Wirtschaftsförderer das Ergebnis einer Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Rund jeder fünfte Gründer hat ausländische Wurzeln oder eine ausländische Staatsbürgerschaft. Laut dem Rathausmitarbeiter ist der Aspekt besonders interessant, dass diese neuen Firmenchefs mehr Mitarbeiter einstellen als andere Gründer. Von 915 000 Existenzgründern waren im Jahr 2014 laut Helms 179 000 Migranten. „70 Prozent der Neu-Unternehmer starten im Dienstleistungsbereich. Chefs mit Wurzeln im Ausland setzen häufiger auf den Handel.“ Doch wie sieht das in Weyhe aus? Die KfW-Zahlen will Helms für die Wesergemeinde verifizieren. Der 62-Jährige möchte dafür nicht etwa eine Agentur betreuen, sondern selbst die Fakten ermitteln. „Es ist ein Stück weit Hobby“, sagt er. Der Wirtschaftsförderer will den außerdem die Gründungsgedanken durchleuchten und erfolgreiche Geschichten auf der Weyhe-Homepage schildern.

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