2.000 Gerichte für Leeste und Kirchweyhe

Was Weyhes Kinder in Zukunft essen: Vita Catering liefert Essen an Schulen

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Hat sich nach Angaben der Gemeinde bewährt: Das Unternehmen Vita Catering.

Die europaweite Ausschreibung ist abgeschlossen: In Sachen Schulverpflegung will die Gemeinde Weyhe künftig mit dem Unternehmen Vita Catering zusammenarbeiten. Was das für die Schulkinder in Leeste und Kirchweyhe bedeutet.

Weyhe - Die Firma Vita Catering aus Wardenburg bei Oldenburg hat den Zuschlag erhalten, maximal fünf Jahre lang 2.000 Essen für Schüler und Kita-Kinder zu kochen – an einem normalen Schultag in der Wesergemeinde, versteht sich.

Insgesamt fünf Firmen hatten sich für das Weyher Projekt interessiert, blicken Michael Fütterer und Fabian von Weyhe aus dem Fachbereich Bildung und Freizeit zurück.

Die Wardenburger Firma, die seit mehreren Jahren in der Mensa der Leester KGS für die Mittagsverpflegung verantwortlich ist, habe im Bieterverfahren – rechnerisch – die höchste Punktezahl erreicht, so Fabian von Weyhe. Meist gehe es um den besten Preis, doch der ist in Weyhe nur zur Hälfte eingeflossen. 25 Prozent entfielen auf das Konzept, und weitere 25 Prozent auf die Qualität. In der Jury saßen neben Vertretern der Gemeinde auch die Schul- und Kita-Leitungen sowie Eltern und Schüler, so Fütterer.

Vita Catering wird in Weyhe schon bald Schulen und Kitas versorgen

Die Firma aus Wardenburg soll das Konzept ab dem Schuljahr 2020/2021 umsetzen. Der Essenanbieter wird auch die kommunale Kindertagesstätten mit Essen versorgen, in denen nicht gekocht wird. Ausnahmen bilden die Kitas Weyhe-Mitte und Lahausen.

Auch der Betrieb der Cafeteria der KGS Leeste, der von den ehrenamtlichen Helfern nicht mehr zu leisten war, soll in die Hände des Küchenteams gelegt werden. Eigentlich würde das erst nach den Sommerferien richtig losgehen, aber zwischenzeitlich hatten sich nach dem Abriss der Leester Cafeteria Eltern, Schüler und auch die Schulleitung dafür eingesetzt, diesen Service schon jetzt anzubieten. Das bestätigten Fütterer und von Weyhe auf Nachfrage.

Der Zuschlag gehe auch mit Investitionen einher – die aber moderat seien. Zum Konzept gehöre, dass Vita Catering nach der in Leeste die Mensa der KGS Kirchweyhe bezieht. Die in Kirchweyhe gebe es schon. Sie müsse nur noch aufgestockt werden – für einen Betrag in Höhe von etwa 40.000 Euro.

Für die Mensa der KGS Kirchweyhe wird Küchenpersonal gesucht.

Verwaltung nennt erste Preises für neue Versorgung

Von Weyhe findet die kurzen Wege gut, denn von der Kirchweyher KGS sollen die Kinder und Schüler in den Einrichtungen mit der Verpflegung versorgt werden, die auf der anderen Bahnseite zu finden sind.

Mit dem Zuschlag für Vita Catering biete das Wardenburger Unternehmen Köchen und Kochhilfen Festanstellungen an, so die Rathausmitarbeiter.

Was kostet ein Essen? Kinder von Eltern, die erfolgreich einen Bildungs- und Teilhabe-Antrag gestellt haben, müssen nichts bezahlen. Die Verpflegung sei ohnehin subventioniert. Eltern bezahlen einen pauschalen monatlichen Beitrag in Höhe von 45 Euro für ihre Sprösslinge, die die Kita besuchen. Erziehungsberechtigte müssen für die Grundschüler insgesamt 50 Euro im Monat bezahlen, so von Weyhe.

Und was muss die Gemeinde im Jahr für die rechnerische rund eine halbe Million Essen zuschießen? Diese Frage sei schwierig zu beantworten, sagen Fütterer und auch von Weyhe.

Man müsste eine kalkulatorische Miete genauso in den Kostenansatz bringen wie die Küchenhilfskräfte der Gemeinde, die es in den Außenstellen gibt.

Neuer Catering-Anbieter in Weyhe: Senioren gehen vorerst leer aus

Wenn so viele Mahlzeiten am Tag zubereitet werden, könnte sich die Verwaltung grundsätzlich eine zusätzliche Tischzeit für Senioren vorstellen?

Im jüngsten regionalen Gottesdienst der Kirchengemeinden Leeste und Weyhe im Weyher Theater haben die Zuschauer gehört, dass es hier in Weyhe arme Leute gibt, die sich schämen, zur Tafel zu gehen. Ein Mittagstisch zu einer anderen Zeit könnte möglicherweise den Hunger stillen und Abhilfe schaffen.

Der Rathausmitarbeiter Michael Fütterer bewertet am Rande der Vorstellungen diesen Vorschlag als „eine gute Idee“. Er sei in der Praxis aber „schwierig umzusetzen“. Das wäre nämlich ein Essen für Dritte, ergänzt der Fachbereichsleiter Fabian von Weyhe.

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