CDU „mit Abstand stärkste Kraft“

Weyhe schickt Knoerig in den Bundestag

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80,74 Prozent aller Wähler stimmten ab.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die CDU ist „mit Abstand die stärkste Kraft in Weyhe“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Dietrich Struthoff, das Wahlergebnis seiner Partei bei den Erststimmen (37,76 Prozent) und Zweitstimmen (34,24 Prozent).

Die Wähler der Wesergemeinde seien mit Axel Knoerig als Bundestagsabgeordneten sehr zufrieden gewesen, deshalb soll er in der nächsten Legislaturperiode erneut auf einem der blauen Stühle im Plenarsaal Platz nehmen.

Sein Herausforderer Tevfik Özkan, Mitglied der SPD-Fraktion der Wesergemeinde, schnitt mit 34,18 Prozent der Erststimmen viel besser ab als der Bundestrend. Die weiteren Ergebnisse: AfD: 8,06 Prozent, Grüne: 7,78 Prozent, FDP: 6,92 Prozent und Linke 5,3 Prozent.

28 Prozent der Wähler gaben der SPD ihre Zweitstimme. Drittstärkste Kraft in Weyhe wurde die FDP mit 9,65 Prozent, gefolgt von den Grünen (9,22 Prozent), der AfD (8,54 Prozent) und den Linken (6,44 Prozent).

Wahlparty bei Axel Knoerig in Kirchdorf

Struthoff sieht im Abschneiden der CDU eine Belohnung der guten Arbeit der Christdemokraten in der Wesergemeinde. Allerdings äußerte er sich in der Nacht zu heute entsetzt über das Abschneiden der AfD. „Die Wähler, die nach dem Bauchgefühl ihre Kreuze gesetzt hatten, haben leider nicht das bewertet, was sie von dieser Regierung an Leistung  erhalten  hatten. Politik ist nicht nur Flüchtlings-, sondern auch Wohlstands- und Arbeitsmarkpolitik.“ Sicherlich müsse die CDU weiter daran arbeiten, dass Sozialschwachen der Weg zum Wohlstand offen steht.

„Wir Grünen können zufrieden sein“

Für Frank Seidel, Fraktionsvorsitzender der SPD, ist die „GroKo“ aus seiner Partei und der Union abgewählt. „Die SPD soll in die Opposition gehen, dort vernünftige Arbeit machen und die AfD politisch stellen.“ Er hofft, dass die Gesellschaft nicht von den AfD-Mitgliedern und Anhängern von Hass und Zwietracht übersät wird. Errungenschaften einer liberalen Gesellschaft – Seidel spricht Stichwörter wie Inklusion, Umweltthemen, die Energiewende und Klimawandel an – würden mit Siebenmeilenstiefeln zurückgedreht, wenn es nach der AfD gehe. Dem müssten die Sozialdemokraten in der Opposition entgegentreten. Seidel gratuliert Axel Knoerig und hofft auf eine Koalition Schwarz-gelb-Grün.  

„Lindner als Wirtschaftsminister und Özdemir als Außenminister“

Eine Jamaikakoalition favorisiert auch Antje Sengstake, Fraktionsvorsitzende der FDP. „Ich sehe Christian Lindner als Wirtschaftsminister und Cem Özdemir als Außenminister“, sagt die Liberale. Sie stimme Seidel zu, dass Rot-Schwarz, die „GroKo“, abgewählt sei.

„Wir Grünen können zufrieden sein. Das reale Ergebnis ist nicht so desaströs, wie es in den Umfragen prognostiziert gewesen ist“, sagt Annika Bruck, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Schockiert zeigt sie sich wie die anderen Fraktionsvorsitzenden über die AfD. Es sei bitter zu akzeptieren, dass es Menschen in Deutschland gibt, die ein ausländerfeindliches Bild haben. Alle Demokraten seien jetzt umso mehr gefordert, die AfD-Politik zu entlarven. Aus taktischen Gründen sei es gut, wenn die SPD die Rolle der stärksten Oppositionspartei einnimmt und nicht die Partei von Alexander Gauland und Alice Weidel. Annika Bruck hofft, dass auch ihre Partei sich zusammenrauft und versucht, Gemeinsamkeiten mit den Liberalen und der Union zu finden.

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