Kommentar zu den Ereignissen in Kirchweyhe

Es reicht nicht, sich zu empören

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Ove Bornholt

Ein Kommentar von Ove Bornholt - Die Entscheidung der Veranstalter, das Integrationsfest in Kirchweyhe wegen der Neonazi-Demo abzusagen, ist nachvollziehbar und richtig. Aber das darf nicht das Ende für diese Veranstaltung sein!

Wie Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte ankündigte, muss das Fest nachgeholt werden. Und nicht nur das: Es sollte größer, schöner und bunter sein als ursprünglich geplant. Um ein deutliches Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit zu setzen, sollten sich alle Bürger verpflichtet fühlen, bei dem Fest – wann immer es denn nachgeholt wird – vorbeizuschauen. Denn alle die kommen, zeigen damit den Neonazis, dass sie sich nicht von ihnen einschüchtern lassen. Zudem unterstreichen alle Besucher, dass Asylbewerber im Landkreis Diepholz willkommen sind.

Es ist eine Schande, dass Menschen, die Flucht und Vertreibung, Krieg und Terror hinter sich gebracht haben, nun im Speckgürtel Bremens von Polizisten beschützt werden müssen. Dabei beweisen viele Ehrenamtliche durch ihre Spenden und ihre Zeit jeden Tag ihre Hilfsbereitschaft. Diese notwendige und bewundernswerte Arbeit darf nicht durch den Aufmarsch eines kläglichen Haufens rechter Demonstranten hintertrieben werden. Sie sind nicht die Mehrheit in diesem Land und werden es auch nie sein. Um das zu beweisen, reicht es aber nicht, sich im stillen Kämmerlein zu empören. Die Wiederholung des Integrationsfestes bietet eine gute Gelegenheit, öffentlich zu zeigen, wie die Mehrheit denkt. Ich bin dabei – und Sie?.

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