Nahe dem Restaurant Alexis Zorbas

Geplantes Baugebiet: Neues Quartier an der Angelser Straße

Liebhaber von griechischem Essen werden möglicherweise bald kurze Wege haben, wenn sie sich für den Kauf eines Grundstücks in der Nähe des Restaurants entscheiden. Grafik: Gemeinde Weyhe
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Liebhaber von griechischem Essen werden möglicherweise bald kurze Wege haben, wenn sie sich für den Kauf eines Grundstücks in der Nähe des Restaurants entscheiden.

Nahe dem Gastronomiebetrieb Alexis Zorbas entsteht auf einer Fläche von 3,4 Hektar ein neues Quartier mit Wohnungen und einer neuen Kindertagesstätte. Diese neue Kita soll bestehende Einrichtungen in Weyhe zum Kindergartenjahr 2025/2026 entlasten und Platz für sechs Gruppen bieten. 

Weyhe – Die Gemeinde plant, in Leeste ein neues Baugebiet auszuweisen: Der Name lautet „Südlich Angelser Straße“, und der ist auch Programm. Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt will in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 21. September, über einen Aufstellungsbeschluss zu einem entsprechenden Bebauungsplan (B-Plan) beraten und eine Empfehlung für den Rat abgeben. Die Sitzung beginnt im Rathaus um 18.30 Uhr.

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, befindet sich das Areal zwischen der Angelser Straße (L335) und der Straße Auf dem Berge sowie den Flurstücken, die von der Tilsiter Straße erschlossen sind. Außerdem grenzt der Geltungsbereich des künftigen B-Plans an die freie Landschaft. Das Baugebiet hat laut den Planungsunterlagen eine Fläche von mehr als 34.000 Quadratmetern. Es umfasst unter anderem das Restaurant Alexis Zorbas und ein von der Angelser Straße erschlossenes Wohngebäude. Der größte Teil der Fläche ist aber unbebaut. Die Verwaltung behandelt jenen Abschnitt als Außenbereich der Kommune.

20 Wohngrundstücke im neuen Baugebiet in Leeste

Die Gemeinde möchte Flächen für eine Kindertagesstätte und 20 Wohngrundstücke bereitstellen. Das Besondere: Das neue Quartier, das sich dort bilden soll, soll Klimatisch- und Engergieeffizienz-Aspekte berücksichtigen. Damit will die Verwaltung dem 2019 gefassten Klimanotstand Rechnung tragen.

Auf diesem Areal sollen später hauptsächlich Einfamilien- und Doppelhäuser stehen. „Auf den 20 Wohnbaugrundstücken sollen vorwiegend bauträgerfreie, familienorientierte Wohnformen realisiert werden“, heißt es in dem Papier für den Ausschuss. Weiterhin sind auch wenige, kleinere Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Die Gemeinde möchte, dass öffentlich geförderter Wohnungsbau ermöglicht wird.

Kita für sechs Gruppen soll bestehende Einrichtungen entlasten

Die geplante Kita wird laut den Unterlagen erheblich größer sein als die, die in diesem Monat an der Hagener Straße eröffnet worden ist. Die Kita Hagen hat bekanntlich zwei Gruppen – die Kita an der Angelser Straße, soll nach den Vorstellungen des Rathauses bis zu sechs Gruppen unter einem Dach zusammenfassen. Diese Kita (direkt hinter dem Restaurant) soll zudem flexibel sowohl als Krippe als auch als Kindergarten genutzt werden. Die Gemeinde sieht deshalb eine Notwendigkeit für den Bau, weil sie bereits das Kitajahr 2025/2026 plant. Die neue Einrichtung könnte in diesem Zeitraum bestehende Einrichtungen entlasten, heißt es.

Erschließung über Angelser Straße und Wohnstraßen

Wie soll das neue Quartier erschlossen werden? Auch darauf gibt das Papier für den Ausschuss eine Antwort: Die Erschließung der Kita und der Wohngrundstücke soll über eine von der Angelser Straße nach Süden abzweigende Straße erfolgen. Wohnstraßen und Wohnwege münden in eine Wendeanlage.

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Die Gemeinde will den Rad- und Fußverkehr in diesem Gebiet entwickeln und sieht einen Anschluss an die Tilsiter Straße vor. Dabei soll sichergestellt werden, dass weder das neue Gebiet noch die bestehenden Wohngebiete mit zusätzlichen Anliegerverkehren belastet werden. Ein Schleichweg für Autos wird also ausgeschlossen. Die Planer sehen in diesem Gebiet ein engmaschiges Fuß- und Radwegenetz vor. Es soll sowohl die Straßen begleiten als auch in „großzügigen Grünflächen“ eine Verflechtung mit Bestandsanlagen ermöglichen. Kurzum: Das neue Quartier sollte nach den Vorstellungen der Planer für den nicht motorisierten Verkehr gut zu durchfahren sein.

Projekt soll „zeitnah“ umgesetzt werden

Wie die Verwaltung schildert, könne das Projekt „zeitnah“ umgesetzt werden. Die unbebauten Flächen seien über den sogenannten kommunalen Zwischenerwerb gesichert worden.

Die Gemeindeverwaltung möchte sich die Option offen halten, das neue Wohngebiet Richtung Allensteiner Straße zu erweitern.

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