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„Medienstar“ im Auftrag des DRK

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Setzen Lina Cohrs in Szene: Kameramann Lars Fricke, Produzent Marcel Roth sowie Jannik Schmidt (Licht und Ton).
Setzen Lina Cohrs in Szene: Kameramann Lars Fricke, Produzent Marcel Roth sowie Jannik Schmidt (Licht und Ton). © Sigi Schritt

Mehrere Stunden lang hat am Dienstag ein dreiköpfiges Filmteam aus Hamburg Lina Cohrs aus dem Jugendhaus Leeste umkreist. Das Team um Produzent Marcel Roth dreht im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eine Dokumentation über junge Menschen, die wie Lina Cohrs ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Kameramann Lars Fricke und Jannik Schmidt (Ton) setzen dabei die 21-Jährige aus Melchiorshausen in Szene.

Weyhe – Lina Cohrs, die im vergangenen Jahr an der KGS Stuhr--Brinkum ihr Abitur abgelegt hat (Leistungskurse Englisch, Deutsch und Politik), ist seit etwa einem halben Jahr Mitarbeiterin des Jugendhaus-Teams der Gemeinde Weyhe. Die 21-Jährige zeigte dem Filmteam nicht nur das Haus, sondern erläuterte ihm auch, was sie dort so macht und weshalb sie sich für diesen Freiwilligendienst entschieden hat.

Im Jugendhaus sei sie auf Besucher im Alter von sechs bis 16 Jahren gestoßen und habe dabei gelernt, auf die unterschiedlichen Charaktere einzugehen. Sie unterstütze die Kinder und Jugendlichen etwa bei kreativen Projekten, zeige aber ebenso die Grenzen auf, sagt Cohrs.

Sie sei dankbar, dass die Gemeinde ihr die Chance gegeben hatte, ein FSJ zu absolvieren. Sie könne nicht nur ausprobieren, wie es ist, in einem sozialen Beruf zu arbeiten, sondern gewinne auch an Persönlichkeit, zumal die Jugendhaus-Mitarbeiter um Leiter Mirco Richter ihr Verantwortung übertragen. So betreut Lina Cohrs etwa eine Schul-AG bei der Arbeit in einer Holzwerkstatt, gestaltet eigenständig Werbemittel sowie Infoblätter und half mit, die Nacht der Jugend zu organisieren.

Lina Cohrs zieht ein positives Fazit ihrer bisherigen Arbeit nahe dem Leester Mühlenkamp-Gelände. Die Zusammenarbeit mit der Erzieherin Ida Krombach und der pädagogischen Mitarbeiterin Dafne Jaramillo bereite ihr Freude und die Arbeiten mit den jungen Besuchern mache ihr Spaß. „Ich habe viele Freiheiten. Die Arbeitsatmosphäre ist entspannt.“ Sie könne sich vorstellen, nach dem FSJ Soziale Arbeit zu studieren oder eine Ausbildung zur Ergotherapeutin anzugehen.

Die Melchiorshauserin könne jedem Abiturienten ein FSJ im Jugendhaus empfehlen, weil man mit den Erfahrungen wächst. Früher wäre sie zu schüchtern gewesen, für einen Film im Rampenlicht zu stehen. „Jetzt traue ich es mir zu.“

Wie es zum Dreh gekommen ist? Sie sei vom DRK, dem Projektträger, angesprochen worden, ob sie ihre Arbeit vorstellen mag. Sie sagte zu. Die spätere Dokumentation wird der DRK-Landesverband Niedersachsen einsetzen, um bei jungen Zuschauern laut Marcel Roth, Produzent bei Perspektive Media, die Lust aufs Mitmachen zu wecken.

Die Weyherin Lina Cohrs sei eine von insgesamt drei Protagonisten, die allesamt fürs FSJ werben. Mitte April soll der Film fertig sein. Illustratoren würden die Dokumentation mit Comic-Zeichnungen von den Personen bereichern. Zudem würde das mit einer Blackmagic-Kamera aufgenommene Drehmaterial – etwa aus der Werkstatt und vom Außengelände – dazu verwendet, kleine Clips für die Sozialen Medien zu gewinnen.

Von Sigi Schritt

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