Die Suche nach Formen und Linien

Künstlerin Monika Mohrmann-Wulf stellt bis Anfang September in der Wassermühle aus

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Monika Mohrmann-Wulf in der Wassermühle Sudweyhe mit einem ihrer 20 Exponate. 

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Die Künstlerin Monika Mohrmann-Wulf selbst hat am Sonnabend in der Wassermühle Sudweyhe die mehr als 20 Gäste in ihre Ausstellung eingeführt.

Ihre Bilder zeigen Landschaften zwischen La Gomera, Ostsee und Aller, die sie persönlich angeregt haben und zu denen sie eine tiefe Verbundenheit empfinde, erklärte sie. Sie habe Freude und Spaß an den Farben und suche in ihren Bildern nach Formen und Linien, um Spannungen und Stimmungen einzufangen und darzustellen.

Als psychoanalytische Kunsttherapeutin habe sie viele Menschen begleitet und sich im Laufe der Zeit dann verstärkt auf die eigene künstlerische Entwicklung konzentriert. Die von ihr gemalten Landschaften betrachte sie als Metapher für eine für sie verlorene Welt, die sie beim Malen vor ihrem inneren Auge noch einmal erlebt, in der sie dabei noch einen Augenblick verweilt und ihre Gefühle noch einmal nachempfindet.

Die Sörhauserin arbeitet vorwiegend großflächig mit kräftigen Farben, die immer eine besondere Stimmung ausdrücken. Ein Sonnenuntergang mit allmählich verlöschendem Licht hinter einem schon im Dunkel liegenden Gebirge verrät eine andere Stimmung als Sonnenstrahlen, die aus einer Wolkenlücke hervorbrechen. Allein durch die Farbwahl gelingt es ihr, bei zwei thematisch fast identischen Bildern in denen sich Sonnenstrahlen im Wasser spiegeln, ganz unterschiedliche Stimmungen zu schaffen. Entstanden sind die meisten Bilder erst in den vergangenen Jahren. Lediglich ein Bild aus La Gomera, dessen Atmosphäre die Künstlerin auch in einem daneben stehenden Gedicht beschreibt, stammt aus dem Jahr 1995.

Der stellvertretende Bürgermeister Frank Seidel erklärte gegenüber der Malerin sowie dem Publikum, dass Kunst und Kultur in Weyhe „einen hohen Stellenwert“ haben, und bezeichnete die Wassermühle mit ihrem Ambiente „als den geeigneten Ort, an dem die Künstlerin zum ersten Mal in Weyhe ausstellt“. Seidel bezog sich auf das Ausstellungsmotto „Mach ein Kreuz auf den Boden: Hier war ich glücklich“.

Frank Seidel wünschte der Malerin, dass sie am Ende der Ausstellung in der Wassermühle auch ein Kreuz hinterlasse, um damit zu dokumentieren, dass auch dieser Ort zu einem ihrer Lieblingsorte geworden ist.

Musikalisch wurde die Ausstellungseröffnung von Gerd Bastigkeit begleitet, der die Besucher mit musikalischen Impressionen auf dem Piano unterhielt.

J Die Ausstellung ist bis Sonntag, 2. September, jeweils sonnabends von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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