Kita Pustekuchen stellt den Betrieb ein

Gemeinde prüft Übernahme

Das Haus, in dem der privat organisierte Kindergarten untergebracht ist.
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Gibt den Betrieb auf: Die privat organisierte Kita an der Hagener Straße.

Weyhe – Diese Nachricht hat im Kindergarten- und Schulausschuss am Mittwochabend den einen oder anderen überrascht: Die Ausschussmitglieder erfuhren, dass der Kindergarten Pustekuchen an der Hagener Straße in Leeste, der von einem Eltern-Verein getragen wird, seine Arbeit kurzfristig einstellt. Bereits im Mai würden die Kinder schon auf andere Einrichtungen in der Gemeinde verteilt.

Als Grund für diesen Schritt war aus dem Umfeld der privaten Einrichtung zu erfahren, dass Personal fehle.

Im Ausschuss äußerte Hannelore Roitsch-Schroeder von den Grünen den Wunsch, dass die Gemeinde an gleicher Stelle das Engagement des Vereins fortsetzt.

Die Verwaltung signalisierte zumindest, dass sie eine Fortsetzung des Betriebs prüfe. Sofern dies der Fall sei, könnten dort zwei Kindergarten-Gruppen eingerichtet werden.

Wie von der Verwaltung weiter zu erfahren war, sei die Gemeinde grundsätzlich in Sachen Kinderbetreuung gut aufgestellt. Die Zahl der Anmeldungen für das Kindertagesstättenjahr 2021//2022 sei im Vergleich zum Vorjahr zwar „leicht gesunken“, aber immer noch auf einem „hohen Niveau“, sagt Rathaus-Mitarbeiterin Inga Bleeker.

In den Krippengruppen würden nach dem Sommer 193 Plätze verfügbar sein. 168 Anmeldungen habe die Gemeinde registriert. Unterm Strich gebe es 25 freie Plätze. Das sei deshalb möglich, weil in Sudweyhe ein neues Krippenhaus direkt neben dem Kindergarten entsteht. Ein weiterer Grund sei, dass 27 Kinder zu alt für die Krippengruppen werden und in den Kindergarten wechseln.

Wie in den Krippengruppen gebe es auch in allen Gruppen für die Mädchen und Jungen, die das dritte Lebensjahr vollendet haben, einen kleinen Platz-Puffer.

So kann im Kindergarten Südlich Reinsweg eine sechste Gruppe eingerichtet werden. Durch den Sudweyher Krippenanbau wird es im eigentlichen Kindergarten nur noch Kinder ab drei Jahren geben. Die Folge: Ein Raum wird frei.

Den 337 Anmeldungen für die Kinder ab drei Jahren stehen 356 Plätze gegenüber. Allerdings habe die Verwaltung noch die sogenannten Flexi-Kinder im Auge. Das sind laut Inga Bleeker 37 schulpflichtige Kinder, die noch in der Kita bleiben. Das setzt aber voraus, dass die Eltern bis zum 1. Mai bei der Schule eine Erklärung abgeben, dass die Einschulung um ein Jahr hinausgeschoben werden soll. Sollte die Gemeinde also die Kita Hagen übernehmen, bekomme jedes Kind einen Kindergarten-Platz.

Jürgen Borchers (SPD) lobte die Verwaltung, vorausschauend zu arbeiten. „Schön, dass wir allen einen Kita-Platz anbieten können, auch wenn es nicht immer der Wunschplatz ist.“

Da die Gemeinde erstmals seit Jahren wieder sinkende Anmeldezahlen verzeichne, hat Dietrich Struthoff (CDU) wissen wollen, ob die Verwaltung einen Trend erkennt. Fachbereichsleiter Fabian von Weyhe prognostiziert, dass die Zahlen wieder steigen werden. „Wir werden weitere Plätze benötigen.“ Deshalb werde Weyhe 2023 einen zusätzlichen Standort brauchen.

Von Sigi Schritt

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