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Grüne Oase im dicht bebauten Ortskern

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Von: Sigi Schritt

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Der Henry-Wetjen-Platz soll einladend gestaltet werden. Die Schlaglöcher auf dem Weg zum Gemeindehaus und zur Augenklinik gehören dann der Vergangenheit an.
Der Henry-Wetjen-Platz soll einladend gestaltet werden. Die Schlaglöcher auf dem Weg zum Gemeindehaus und zur Augenklinik gehören dann der Vergangenheit an. © Sigi Schritt

Bei der Haushaltssitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt haben die Mitglieder über bedeutende Investitionen abgestimmt. Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski erläuterte am Mittwochabend im Ratssaal, welche „großen und wichtigen Projekte“ hinter den Zahlen stehen.

Weyhe – Insgesamt rund 7,7 Millionen Euro entfallen auf Investitionen. Mit einem Haushaltsansatz von 800 000 Euro ein Projekt mit dem Titel „Gestaltung Parkflächen“ umschrieben. Dahinter verbirgt sich laut Nadrowski eine grüne Umgestaltung des Marktplatzes. Es geht darum, die Fußgängerverbindung zur Bahnhofstraße zu verbessern, neue Bäume zu pflanzen, überhaupt die Attraktivität des Randbereichs des Marktplatzes zu steigern und die Angebote des Spielplatzes zu erweitern. Weiterhin schließt das Projekt das Thema Elektromobilität mit ein. Die Sache hat aber einen Haken, den Steffen Nadrowski nannte.

Von den 800 000 Euro an geplanten Kosten stammen 700 000 aus Fördermitteln des Sofortprogramms Perspektive Innenstadt. Das entspricht einer Quote von 90 Prozent. Jedoch müsse dieses Projekt „bis zum Frühjahr 2023 geplant, gebaut und abgerechnet worden sein“. Das sei „ein dicker Brocken vor der Brust“.

Für die Gestaltung des Henry-Wetjen-Platzes sollen im Haushalt 950 000 Euro reserviert werden. Wie Baudirektor Nadrowski erläuterte, sollen im Spätsommer das Kultur- und Bildungszentrum („Kulturscheune“) sowie die Volkshochschule fertiggestellt sein. Wenn die schweren Baufahrzeuge weg sind, könne dann mit dem Ausbau des Platzes begonnen werden. Das könnte in der zweiten Hälfte des Jahres geschehen. Derzeit würde die Gemeinde mit den Fördermittelgebern Gespräche mit dem Ziel führen, die Mittel zu erhöhen. Denn die Baukostensteigerungen seien absehbar, begründete der Rathausmitarbeiter.

Das Projekt Leister Platz mit dem Areal, auf dem das ehemalige Gasthaus Amelung (Leester Straße) sich befindet, soll ebenfalls in Angriff genommen werden. Zu diesem Projekt sollen 100 000 Euro angesetzt werden. Die Verwaltung sei bei diesem Thema noch bei den Planungen und müsse einen neuen Ansatz verfolgen. Wie Steffen Nadrowski ausführte, habe die Gemeinde „noch kein Büro gefunden“, um das Projekt anzugehen. Die angefragten Büros seien alle ausgelastet. „Wir schreiben neu aus“, kündigte Nadrowski an.

Hinter der „schnöden Position Straßen und Wegebau“, wie es Nadrowski formulierte, verberge sich eine neue Fußwegeverbindung mitten durch Leeste: ein Herzensprojekt des Planers Christian Silberhorn. Dafür sind 475 000 Euro vorgesehen. Darum geht es: In dem Dreieck zwischen der Leester Straße, Schulstraße sowie Hauptstraße soll der Fuß- und Radverkehr durch neue Wege gestärkt werden. Zudem sollen begleitende Grünflächen angelegt werden. „Im südlichen Bereich existieren die Verbindungen schon“, sagte der Baudirektor. In diesem Budget verstecke sich „eine grüne Oase“ in einem „dicht bebauten Ortskern“, die in die Zukunft gebracht werden könne.

Ein weiterer Posten in Höhe von 50 000 Euro soll für Planungen reserviert sein, die eine Biotopentwicklung an der Ochtum zum Ziel hat. Mittelfristig sollen weitere 450 000 Euro dafür ausgegeben werden, geplante Naturschutzmaßnahmen umzusetzen. Die neuen Biotope seien keine Ausgleichsflächen, die zur Kompensation von anderen Flächen genutzt werden, die versiegelt werden. Es gehe um ein freiwilliges Großprojekt zur Renaturierung des Ochtum-Ufers und der Anlage von Biotopen westlich Dreye-West-III. Das sei zudem ein Gemeinschaftsprojekt mit der Weyher Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu).

Von Sigi Schritt

Zwischen der Schulstraße, Hauptstraße und Leester Straße soll das bestehende Rad- und Fußwegenetz ergänzt werden.
Zwischen der Schulstraße, Hauptstraße und Leester Straße soll das bestehende Rad- und Fußwegenetz ergänzt werden. © Sigi Schritt

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