20 Bauhofmitarbeiter streuen Hauptstraßen

Weyhe ist gewappnet für den Winter

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20 bis 25 Gramm Salz kommen bei normalen winterlichen Temperaturen auf die Straße – das ist so viel wie in dem Glas, das die Verwaltungsmitarbeiterin Lena Heseding in der Hand hat. Detlef Laabs-Wrieden, Leiter des Baubetriebshofs, hält zum Vergleich herkömmliches Speisesalz daneben. Im Vordergrund steht eine Schneekugel und bläuliches Magnesiumchlorid.

Weyhe - Am 1. Dezember beginnt aus meteorologischer Sicht der Winter. Die Gemeinde ist für die kalte Jahreszeit gewappnet. In Weyhe sind etwa 75 Tonnen Streusalz eingelagert. Hinzu kommen 30.000 Liter Magnesiumchlorid, um das Salz zu befeuchten. Bei Bedarf können die Mitarbeiter schnell Nachschub ordern.

Bei normalen winterlichen Temperaturen kommen dank moderner Technik mittlerweile nur noch 20 bis 25 Gramm Salz pro Quadratmeter auf die Straße. Dabei handelt es sich um recht grobe Körner. Herkömmliches Speisesalz würde laut Detlef Laabs-Wrieden, Leiter des Baubetriebshofs, bei Wind sofort wegfliegen.

Ihm zufolge zeigen die 20 für den Winterdienst zuständigen Gemeindemitarbeiter bei Eis und Schnee vollen Einsatz. „Morgens um vier fangen wir an“, erzählt er.

Bei der ersten Tour räumen und streuen zwei große Fahrzeuge alle Haupt- und Sammelstraßen (Sammelstraßen führen den Verkehr von Anliegerstraßen zu Hauptstraßen). „Nur so ist es zu schaffen, dass diese Straßen bis 7.30 Uhr pünktlich zur morgendlichen Verkehrsspitze geräumt sind“, führt er aus. Parallel seien viele Mitarbeiter mit mehreren kleineren Fahrzeugen unterwegs, um die Rad- und Gehwege dort zu räumen, wo die Gemeinde selbst in der Pflicht steht. Wenn es kurz nach einem Streueinsatz wieder schneit, geht das ganze Prozedere im Zweifel von vorne los.

Sehr aufwendig ist es dem Baubetriebsleiter zufolge, Bushaltestellen, Zebrastreifen, Gefällestrecken und Ampelkreuzungen zu sichern. An diesen Stellen sei viel Handarbeit gefordert. Viel Zeit nehme es zudem in Anspruch, Kindergärten, Schulen und andere Gebäude der Gemeinde zu streuen.

Insgesamt sind zwei Großfahrzeuge, ein Laster, ein Geräteträger mit Aufbaustreuern, vier Kleinschlepper und Pritschenwagen im Einsatz. Darüber hinaus beauftragt die Gemeinde private Unternehmen, den Winterdienst auf einzelnen Gehwegabschnitten – zum Beispiel vor Spielplätzen – zu übernehmen. Wer wann wo im Einsatz ist, regelt ein Räum- und Streuplan. - ks

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