„Mehr Bäume für Weyhe“

Insgesamt 20.000 Obst- und Laubbäume gepflanzt

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Der Umweltbeauftragte Ulf Panten schaut sich eine Wiese in Sudweyhe an, auf der seit zehn Jahren Obstbäume stehen. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. „Mehr Bäume für Weyhe“ – das ist nicht nur ein Leitspruch der Politik für die Wesergemeinde, sondern auch der Titel eines Förderprogramms, das seit 2005 existiert. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich gestern Nachmittag im Rathaus für eine Verlängerung ab Mitte April bis zum Jahr 2021 ausgesprochen. Der Fördertopf ist jährlich mit 4 500 Euro gefüllt.

Über diese Vergaberichtlinie entscheidet die Politik am Donnerstag, 8. März, im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt. Die öffentliche Sitzung im Rathaus beginnt um 18.30 Uhr. Es geht sowohl um Wald- und Heckenpflanzungen als auch um das Setzen von Laub- und Obstbäumen in Hochstammqualität.

Ziel sei es, Anreize zur Umsetzung von großflächigen Anpflanzungen auf Privatgrundstücken zu schaffen und damit den Gehölzflächenanteil in der Gemeinde stetig zu erhöhen. „Allerdings muss die Aktion mit dem Landschaftsbild vereinbar sein“, sagt der Umweltbeauftragte Ulf Panten. Deshalb müsse man den Einzelfall genau betrachten.

Die bisherige Bilanz der vergangenen zwölf Jahre könne sich sehen lassen, so Bürgermeister Bovenschulte. So seien rund 20.000 Laubbäume in die Erde gebracht worden, ebenso 800 Wildsträucher – in Forstqualität wohlgemerkt. Weiterhin seien zusammengerechnet über einen Kilometer mehrreihige Wildstrauchhecken dazugekommen, die neue Lebensräume für vielerlei Tierarten böten und das Landschaftsbild positiv bereicherten. Damit noch nicht genug: Das Programm habe viele Anreize geschaffen, um Wiesen mit 171 Obst- und Laubbäume zu bereichern.

Gemeinde reagiert auf gute Resonanz

Aufgrund der guten Resonanz in der Vergangenheit leitet die Gemeinde laut Panten ab, dass es auch künftig naturschutzinteressierte Grundstückseigentümer gibt, die sich bewusst für Pflanzaktionen auf ihren Flächen entscheiden.

Gerade landwirtschaftliche Kleinflächen aus würden immer mehr aus wirtschaftlichen Gründen von einer landwirtschaftlichen Nutzung ausgenommen und könnten mit dem Programm in hochwertige Areale für Bienen und Co. überführt werden.

Bei einer Maximalförderung von 50 Prozent und dem möglichen Betrag in Höhe von 1 500 Euro pro Antrag ist es somit jährlich möglich, drei Projekte zu unterstützen, rechnet der Umweltbeauftragte vor.

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