KGS Leeste

Weyhe gedenkt Auschwitz-Überlebender Esther Bejarano

Mehrere Rednerinnen und Redner zitieren Esther Bejaranos berühmte Aussage, die die KGS Leeste auf ein Banner gedruckt hat.
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Mehrere Rednerinnen und Redner zitieren Esther Bejaranos berühmte Aussage, die die KGS Leeste auf ein Banner gedruckt hat.

„Halle, Hanau sollten eine Zäsur sein. Es tut mir leid. Halle und Hanau sind keine Zäsur.“ Kutlu Yurtsevens Worte sitzen. Er steht am Sonntag in der KGS Leeste auf der Bühne mit Yoram Bejerano. Sie sind die Band Microphone Mafia, doch neben ihnen klafft eine gigantische Lücke. Esther Bejerano, Auschwitz-Überlebende, ist fast ein Jahrzehnt mit ihnen aufgetreten.

Weyhe ‒So wollten sie es am Antikriegstag gemeinsam in Leeste wieder tun. Doch Esther Bejerano ist am 10. Juli gestorben. So wurde die Veranstaltung zur Gedenkfeier für Bejerano umgewidmet. „Solingen, Mölln, der NSU – diese Morde hätte es nie gegeben, wären aus der NS-Diktatur die richtigen Schlüsse gezogen worden“, mahnte DGB-Bundesvorsitzender Rainer Hoffmann.

Vorschlag von Ralf Beduhn: KGS Leeste sollte in Esther-Bejarano-Schule umbenannt werden

Was Yurtseven und Hoffmann, was KGS-Schülersprecher Robin Heimbucher und Schulleiter Michael Krutschke, die Bürgermeister Frank Seidel (Weyhe) und Stephan Korte (Stuhr), DGB-Kreisvorsitzender Matthias Müller und Ralf Beduhn am Sonntag taten – erinnern, mahnen – das tat Esther Bejerano zeit ihres Lebens. Und ihre Anstrengungen aufzugreifen, eine wehrhafte Demokratie gegen Rechtsextremismus zu sein, dazu haben sich alle Anwesenden bei einer intensiven und makellos organisierten Veranstaltung, die viel mehr Gäste verdient gehabt hätte, verpflichtet.

DGB-Bundesvorsitzender Rainer Hoffmann mahnt in Weyhe, dass Rechte in Deutschland noch immer morden. Die Gesellschaft muss sich dem entgegenstellen.

Beduhn richtete außerdem einen Wunsch an den kommenden Gemeinderat. KGS Leeste, das sei ein sehr sachlicher, langweiliger Name. Esther-Bejerano-Schule, so solle sie in Zukunft heißen.

Yoram Bejarano liest auf einer Gedenkveranstaltung für seine verstorbene Mutter Esther - Auschwitz-Überlebende - aus einem ihrer Bücher.

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