„Ein herzlicher Dank an die Weyher Sturköpfigkeit“ 

Kommune feiert 20-jähriges Bestehen des Marktplatzes mit Nacht der Musik

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Der Nachwuchs zeigt am Nachmittag bei verschiedenen Tanzvorführungen sein Können.

Weyhe - Von Angelika Kratz. Nicht einfach hatte es der Weyher Marktplatz bis zum aktuellen fröhlichen 20. Geburtstag. Der wurde am Dienstag über sechs Stunden mit vielen Highlights für große, kleine, alte und junge Besucher gefeiert. Bürgermeister Andreas Bovenschulte scheute sich nicht, die anfängliche Skepsis bei der Planung eines Ortsmittelpunktes und ein vernichtendes „das wird doch nie was“ aus der Bevölkerung und der Politik in seinen Begrüßungsworten in Erinnerung zu rufen.

„Ein herzlicher Dank an die Weyher Sturköpfigkeit“, denn ohne die starken Verfechter der Idee eines Marktplatzes wäre die Gemeinde Weyhe nicht so weit gekommen. Auf der Couch daheim könne eben kein Miteinander in der Gesellschaft entstehen, betonte Bovenschulte die seit Jahrhunderten bestehende Wichtigkeit von Marktplätzen als Orte der Kommunikation, des Handels und der politischen Meinungsbildung.

Bei der offiziellen Einweihung auf den Tag genau vor 20 Jahren habe noch Baustellencharakter geherrscht. Es habe Jahre gegeben, die hinsichtlich des Lebens in Kirchweyhes Mitte zu wünschen übrig gelassen hätten, aber aktuell zeige sich ein guter Weg, das große Backsteinrondell mit vielerlei Leben zu füllen und die Menschen zusammenzubringen.

„Alles soll grundsätzlich so bleiben, wie es ist, und wir haben nur die vier ,Bs‘ hinzugefügt.“ Damit meinte das Gemeindeoberhaupt die neuen Bäume, die Bänke, die Beleuchtung und das Brunnenbeet. Besonders die Beleuchtung fiel bei einbrechender Dunkelheit ins Auge. Die wechselnden Farben der Laubbäume zur Weyher Nacht der Musik bedachten die Besucher mit einem anerkennenden „Wow, das hat was“.

Junge Tänzer locken viele Zuschauer

Die startete bereits am Nachmittag mit der Chorvereinigung Leeste, der Tanzschule Reiners und dem Männerchor „Eintracht“. Proppevoll zeigte sich der Marktplatz besonders bei den verschiedenen Tanzvorführungen des Nachwuchses. Dabei wurden etliche Handys zum Festhalten des Ereignisses gezückt.

Ein weiterer Höhepunkt waren die „Power Drums“ der schlag- und taktsicheren Damen des TSV Blau Weiss Melchiorshausen. Ihre kraftvolle Bearbeitung der riesigen roten Bälle begeisterte das Publikum. Bereits bei den Proben in einem privaten Garten hatte das Jagdhorncorps Weyhe-Stuhr den Blick auf den teilweise drohend dunklen Himmel gerichtet. Ihr Signal „kein Regen“ zeigte über die gesamte Veranstaltung hinweg Wirkung.

Mit Hits und Evergreens wartete das Blasorchester Kirchweyhe auf, im Anschluss wurde zur Swingtime der 20er- und 40er-Jahre geladen, bis in zunehmend kalter Nacht die „Flutes & Percussion“ des SV Kirchweyhe sich einen besonderen Orden verdienten. Die Finger schrien nach Handschuhen und die Ohren nach einer warmen Mütze, aber für Querflötenspieler taugt so etwas nicht. Bravourös hielt das Orchester durch, bevor dann die langsam etwas bröckelnde Zuschauerdichte zum feurigen Höhepunkt der Veranstaltung kam.

Gäste aus Ritterhude zeigen feurige Effekte

 „Unsere einzigen Gäste sind die Devilsfire aus Ritterhude“, betonte Moderator Thomas Prieser. Die sonstigen Akteure seien aus der Gemeinde Weyhe. Es lohnte sich durchzuhalten, denn was das junge Paar an feurigen Effekten zeigte, war einfach beeindruckend. Leise Töne einer rundum gelungenen Veranstaltung schlug das Duo Systerz zum Abschluss an.

Die lange Weyher Nacht der Musik vereinte kulinarische Angebote außerhalb der sonstigen Norm, viele abwechslungsreiche Präsentationen verschiedener Musikrichtungen in Weyhe und ganz besonders ein entspanntes Miteinander mitunter sich völlig fremder Menschen.

„Mal schauen, was es zum 25-jährigen Jubiläum geben wird“, freute sich ein Besucher bereits auf die nächste große Feier. Bürgermeister Bovenschulte versprach, nach dem Jahr voller Aktionen auch zukünftig den Bär auf dem Marktplatz steppen zu lassen.

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