Eröffnung am Donnerstag um 7 Uhr

Neuer Famila-Markt in Leeste: Hochbetrieb in den Gängen

Hat künftig die fünf Kassenzonen im Blick: Vivien Schulz.
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Hat künftig die fünf Kassenzonen im Blick: Vivien Schulz.

Im Famila-Markt in Leeste geben sich Handwerker sprichwörtlich die Klinke in die Hand: Es sind nicht mal mehr 24 Stunden, bis zur Eröffnung am Donnerstag. Jetzt geht es um den Feinschliff. Während Markt-Mitarbeiter die letzten Waren einräumen, wird an anderer Stelle noch gebohrt und gehämmert – ein Rundgang.

Weyhe – Der Countdown läuft: Es sind nicht mal mehr 24 Stunden, bis der Famila-Markt in Leeste zum ersten Mal die Türen für die Kunden öffnet. Die rund 60 Mitarbeiter sowie zahlreiche Helfer und Handwerker rund um Marktleiter Oliver Kruse haben alle Hände voll zu tun. Sie geben dem Markt und auch dem Außengelände den letzten Feinschliff, erklärt Kruse. Das gilt auch für die Tabakbörse von Ulf Kücken und für die neue Filiale der Bäckerei Haferkamp.

Möchte am Nachmittag seine Mitarbeiter mit einer Tüte voller Präsente überraschen: Marktleiter Oliver Kruse.

Feierabend um 23 Uhr?

„Es wird ein langer Arbeitstag“, glaubt Oliver Kruse. Er selbst stellt sich auf einen Feierabend um 23 Uhr ein. Acht Stunden später soll vom geschäftigen Treiben nichts mehr zu sehen sein. „Im Großen und Ganzen ist für die Eröffnung ja alles fertig“, sagt der Marktleiter. Während er das sagt, wird im Hintergrund noch gesägt, gehämmert und geklopft. Handwerker bauen zum Beispiel Metallabdeckungen an, um Stromkabel, die von der Decke zu den Kühltruhen führen, zu verkleiden. Während die Handwerker noch mit einem Trennschneider Bleche stutzen, räumt Lena Linngrön Tiefkühlkost ein. Den Trubel um sie herum nimmt sie nicht wahr und konzentriert sich auf ihre Aufgabe. Palettenweise holt sie jene Ware aus dem Kühllager, den Laster Stunden zuvor angeliefert haben.

Räumt Tiefkühlkost ein: Lena Linngrön.

Mehrere Abteilungsleiter dekorieren Fleischtheke

Ein paar Meter weiter, an der Fleischtheke, sind gleich mehrere Abteilungsleiter dabei, die Auslagen zu bestücken und zu dekorieren. Carsten Hoffmann, Stefan Ernst, Thomas Poppensieker sorgen mit weiteren Mitarbeitern aus anderen Famila-Märkten der Bartels-Langness-Gruppe (Bela, Kiel) dafür, dass die Kunden aus zahlreichen Fleisch-Spezialitäten auswählen können. Zeitgleich werden in einem anderen Raum Fleisch- und Wurstwaren abgepackt. Diese landen später in einer der vielen Selbstbedienungstruhen.

Bestücken die Fleischtheke: Carsten Hoffmann, Stefan Ernst und Thomas Poppensieker.

Maschine teilt Käserad

Hochbetrieb herrscht ebenso an der Käsetheke: Britta Sackmann begutachtet gerade mit weiteren Mitarbeiterinnen eine Maschine, die einen bis zu 13 Kilogramm schweren Käselaib mehrfach teilen soll. „Sie ist vor wenigen Minuten angeliefert worden“, sagt sie. Die 60-Jährige fungiert in der Famila-Gruppe als Fachberaterin und betreut nach eigenen Angaben zwölf Märkte. Insgesamt hat die Bela-Gruppe, zu dem der neue Weyher Vollsortimenter gehört, 90 Famila-Märkte. Neben Britta Sackmann helfen viele Führungskräfte mit, die Auslagen zu füllen, deren Waren zu ihrem Spezialgebiet zählen. „Wir sind Profis und haben viel Erfahrung“, sagt sie.

Britta Sackmann und Gaby Landgraf am Käselaibschneider.

„Ich lebe für Käse“

„Ich lebe für Käse“, sagt Britta Sackmann. „Wir führen 400 Sorten, und in Weyhe gibt es 260. Es wird variiert“, kündigt sie an. Sie habe sich bei den Märkten in der Wesergemeinde und in der Region umgeschaut und das Angebot für die Leester Theke auf den Geschmack der Menschen in der Region angepasst, sagt sie.

Am Käse-Geschmack erkennen, was die Kuh gefressen hat

Wer sich – wie sie – mit Käse auskenne, könne sogar am Geschmack erkennen, „was die Kuh gefressen hat“. Die 60-Jährige glaubt, dass bis zur Eröffnung alles fertig ist, obwohl die Frischeabteilung „sehr arbeitsintensiv“ sei. „Wir arbeiten heute so lange, bis alles perfekt steht. Notfalls auch bis spät in die Nacht. Ein Kunde wird jedoch nie merken, dass irgendwo etwas nicht funktioniert hat.“

„Mit dem Personal steht und fällt eine Abteilung“

„Das Einkaufserlebnis sollte möglichst perfekt sein“, sagt Sackmann. Dazu zähle auch, die neuen Angestellten einzuarbeiten. „Mit dem Personal steht und fällt eine Abteilung. Wenn ich freundlich auf den Kunden zugehe, dann ist er gewillt, auch länger stehen zu bleiben“. Ihre Maxime: „Wir warten nicht, dass der Kunde zu uns an die Theke kommt, sondern wir begrüßen ihn schon aus der Ferne mit einem Lächeln.“ Das sei zwar wegen der Maske schon schwer, aber die Augen und die Gesten signalisieren Freundlichkeit. Nicht zuletzt soll die Arbeit auch Spaß machen. Das merke der Kunde.

Wie die Waren platziert werden? „Es gibt Pläne“, so Sackmann. Die Regale würden von langjährigen Fachkräften eingeteilt, dann ist es für neue Mitarbeiter einfacher, die Regale mit Waren zu füllen. Schließlich müssten diese ausgezeichnet werden: Azubi Jannis Seyffert, der bei Famila ein Duales Studium absolviert, übernimmt diese Aufgabe. Er bringt elektronische Preisschilder an und programmiert diese. Die Schilder würden nicht mehr gedruckt. Der Vorteil: Die Zentrale kann die Preise für jedes Produkt auf Knopfdruck anpassen.

Programmiert im Famila-Markt in Weyhe elektronische Preisschilder: Jannis Seyffert.

Letzte Arbeiten: Feintuning

Für Ingenieur Mario Raschke, Bauleiter des Generalunternehmers Gebrüder Karstens Bauunternehmung, und Polier Mario Machel gibt es noch viel zu tun. So müssen zum Beispiel ein Vordach montiert und ein Regenwasserfallrohr angeschlossen werden. „Das ist Feintuning.“

Sorgen dafür, dass am Gebäude die letzten Arbeiten abgeschlossen werden: Mario Raschke, Bauleiter des Generalunternehmers Gebrüder Karstens Bauunternehmung, und Polier Mario Machel.

Tabakbörse Weyhe ab sofort im Famila-Markt

Feintuning herrscht auch bei Ulf Kücken in seiner Tabakbörse. „Wir wischen nur einmal durch und sind fertig“, scherzt er. Der Inhaber und seine Mitarbeiter bestücken ebenso die Regale.

Die Tabakbörse von Ulf Kücken befindet sich im Famila-Markt in Weyhe-Leeste.

Bäckerei Haferkamp bei Famila in Weyhe

Im Eingangsbereich auf der anderen Seite sieht Unternehmer Wilhelm Haferkamp seine 45. Filiale auf der Zielgeraden. Sein Elektriker bringt Bildschirme und letzte Lampen an. In der Backstube hinter dem Verkaufsraum befinden sich Produktionsöfen, in denen beispielsweise Brötchen und Croissants frisch gebacken werden. Die gleichen Öfen stehen in der Backstube in der Zentrale des Delmenhorster Familienunternehmens. Bäckermeisterin Jennifer Bahrs, Assistentin der Geschäftsleitung, sorgt dafür, dass die Öfen eingestellt sind.

Bereiten einen Probe-Backvorgang in der neuen Filiale Haferkamp vor: Bäckermeisterin Jennifer Bahrs sowie Firmenchef Wilhelm Haferkamp.

Unternehmen bieten Jobs in Voll- und Teilzeit an

Übrigens: Eine Sache haben Bäckerei, Tabak-Geschäft und Famila gemeinsam: Alle Unternehmen suchen Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit.

Von Sigi Schritt

Stellen Werbetafeln auf: Thomas Krabbenhöft, Ulf Kock und Wassiliy Patommel.
Dekoriert Famila mit Luftballons: Jörg Müller.
Kurz vor der Eröffnung des Famila-Marktes in Weyhe: Anlieferungen für den Feinschliff.
Kim Billmann bereitet im Famila-Markt Weyhe Körbe für Brote und andere Backwaren vor.
Es gibt im neuen Famila-Markt in Leeste fünf Kassenzonen.

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