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Weg zur KGS soll sicherer werden

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Von: Sigi Schritt

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Die CDU will den Einmündungsbereich Hauptstraße/Schulstraße mit einer Parkverbotszone entschärfen.
Die CDU will den Einmündungsbereich Hauptstraße/Schulstraße mit einer Parkverbotszone entschärfen. © Sigi Schritt

Die Grünen wollen die Schulstraße beruhigen und haben dazu einen Antrag in die Politik eingebracht. Der wurde im Bauausschuss diskutiert.

Weyhe – Einbahnstraße? Fahrradstraße? Viele Möglichkeiten sind denkbar, wie eine Verkehrsberuhigung in der zur KGS Leeste führenden Schulstraße geschehen könnte. Wer sich etwa als Anlieger wünscht, dass dort etwas passiert, für den hat der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt gute Nachrichten: Der Ausschuss hat dem Rat am Dienstagabend mehrheitlich empfohlen, entsprechende Planungen aufzunehmen. Damit folgte er einem Antrag der Grünen.

Der Entscheidung waren längere Diskussionen vorausgegangen. Die CDU-Fraktion hatte sogar einen eigenen Antrag zum Thema eingebracht.

Schnelle Autos

Die Schulstraße habe ein Verkehrsproblem, erläuterte Annika Bruck, Fraktionsvorsitzende der Grünen, den eigenen Antrag. Schnelle Autos, die in einem höheren Tempo als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde unterwegs sind, seien ihr ein Dorn im Auge. Die Diskussion in den sozialen Medien hätte verschiedene Lösungsansätze gezeigt. Bruck findet, dass dieses Anliegen der Grünen umgesetzt werden muss: Den Verkehr für Fußgänger und Radfahrer sicher machen.

SPD unterstützt Grünen-Antrag

Die SPD werde diesen Antrag unterstützen, weil er „richtig und wichtig“ sei, so Falk Brozio. Der Sozialdemokrat führte aus, dass man mittelfristig Ideen zur Verkehrsberuhigung finden müsse. In diesem Zusammenhang sagte er, dass Internet-Nutzer zu diesem Thema bereits sehr sachlich diskutiert hätten (wir berichteten). Brozio bezeichnete diese Beteiligung der Bürger als „ein Musterbeispiel“. „Da verstecken sich gute Anregungen“, so Brozio. Nicht nur die SPD, sondern auch Holger Opitz vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) begrüßte das Ansinnen der Grünen.

ADFC gegen Radler auf dem Hochbord

Holger Opitz führte vor Augen, dass die Schulstraße zu einer Bildungseinrichtung mit rund 1 000 Schülern führe. Es sei aber falsch, wenn radelnde Schüler das Hochbord neben der Straße in beide Richtungen benutzen und auf der Pflasterung Fußgänger ebenfalls in beiden Richtungen unterwegs seien. Er rief ebenfalls wie die Grünen dazu auf, auf Vorschläge der Verwaltung zu vertrauen.

Die Christdemokraten sehen ebenso Handlungsbedarf, unterstützten aber den Antrag der Grünen nicht. Sie stimmten dagegen. Birgit Struthoff brachte einen neuen Antrag ein. Die Christdemokratin will den Einmündungsbereich Hauptstraße/Schulstraße mit einer Park- und Halteverbotszone sicherer machen. Diese Zone befinde sich etwa dort, wo früher das Gemeindehaus samt Gemeindesaal der evangelischen Kirche stand. Birgit Struthoff merkte an, dass die Schulstraße kein Unfallschwerpunkt sei. Seit 2018 habe es zwei kleinere Unfälle gegeben. Die Schulstraße sei verkehrsberuhigt mit zwei Pollern, und die Fahrradwege mit Fußweg seien über zwei Meter breit.

CDU sieht Problem an der Einmündung zur Hauptstraße

Dass die Straße mehr Verkehr durch die Neueröffnung des Famila-Marktes aufnehmen müsse, wie die Grünen in ihrem Antrag schreiben, würde die CDU nicht bestätigen können. Struthoff weiter: „Dazu braucht man Daten.“ Die CDU sehe keine Notwendigkeit für eine Einzelplanung, zumal das Gebiet zwischen der Leester Straße und Schulstraße (Leeste II) weiter erschlossen würde. Man müsse schauen, wie sich die künftigen Verkehre auswirken und sich dann eine Gesamtlösung überlegen. Um den Unfallschwerpunkt vor der Kreuzung zu entschärfen, reiche zunächst ein 50 Meter langes Halteverbot aus. Vor der Kreuzung parkende Autos würden nicht nur Auto-, sondern auch Fahrradfahrer gefährden.

Radler Richtung Hauptstraße würden auf der Asphaltbahn ebenfalls auf die Gegenspur ausweichen und sehen sich plötzlich im Gegenverkehr, sagte Birgit Struthoff. Der Ausschussvorsitzende Berthold Groeneveld (SPD) entgegnete, dass dieser Antrag einer sei, der im Ausschuss Ordnung und Soziales behandelt werden müsse. So wurde über den der CDU nicht abgestimmt.

Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski: „Rückbau der Schulstraße“

Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski kündigte für die Leester Schulstraße perspektivisch eine Umplanung an. Was das bedeutet? Er nannte das Stichwort „Rückbau der Schulstraße“, ohne es jedoch näher zu erläutern. Eine Datengrundlage wäre hilfreich.

Eine Anwohnerin bestätigte am Ende der Sitzung im Rahmen der Fragestunde, dass parkende Autos wirklich ein Problem insbesondere für jene Kinder seien, die von den neuen Reihenhäusern über die Straße wollen. Anwohnerin Martine Hattesohl: „Diese Kinder werden nicht gesehen.“

Von Sigi Schritt

Die Schulstraße mündet in die Hauptstraße ein.
Die Schulstraße mündet in die Hauptstraße ein. © Sigi Schritt

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