Stimmen ausgezählt

Frank Seidel wird neuer Bürgermeister von Weyhe

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Wer wird Weyher Stadtoberhaupt? Torsten Kobelt, Annika Bruck, Frank Seidel und Dietrich Struthoff haben sich beworben.

Weyhe hat einen neuen Bürgermeister gewählt: Der SPD-Kandidat Frank Seidel hat die nötige absolute Mehrheit erreicht. 

Weyhe - Es ist ein deutliches Ergebnis in Weyhe: Die Bürger der Gemeinde wünschen sich einen sozialdemokratischen Bürgermeister. Mit 58,81 Prozent der Stimmen erreichte Frank Seidel am Sonntag die absolute Mehrheit. Auf Annika Bruck (Grüne) entfielen 20,18 Prozent, auf Dietrich Struthoff (Einzelbewerber) 16,07 Prozent und auf Torsten Kobelt (Die Partei) 3,94 Prozent.

Das vorläufige amtliche Endergebnis

- Annika Bruck (B90/Die Grünen): 20,18 Prozent

- Dietrich Struthoff (Einzelbewerber): 16,07

- Frank Seidel (SPD): 59,81 Prozent

- Torsten Kobelt (Die Partei): 3,94 Prozent

Der Überblick: Die Visionen der Kandidaten für Weyhe

Annika Bruck (B90/Die Grünen): Die Grüne möchte schützenswerte Flächen benennen, die auch tatsächlich geschützt werden müssten. Die Areale müssten vernünftige Abstände drumherum bekommen. Eine Erweiterung des Industriegebiets Dreye-West III lehnt sie weiterhin strickt ab, betonte sie, zumal eine Ausgleichsfläche betroffen ist. Bruck sprach sich für gute Schulen und Kindertagesstätten aus.

Dietrich Struthoff (Einzelbewerber): Beim Thema Dreye-West III sieht Struthoff wenig Chancen, um eine Erweiterung des Gewerbegebiets herumzukommen. Es gebe in Weyhe zu wenig weitere Gewerbeflächen, begründet er. Und die Einnahmen brauche die Gemeinde, um die vielen Projekte abarbeiten zu können. Struthoff möchte den Lärm reduzieren. Er fahre jährlich etwa 3000 Kilometer mit dem Rad – und er habe festgestellt, dass es an vielen Wegen, etwa an der Leester Straße, viel zu laut sei.

Frank Seidel (SPD): Beim Thema Dreye-West III, in den vergangenen Tagen hitzig diskutiert, sei das letzte Wort noch längst nicht gesprochen, machte Frank Seidel deutlich. Der Sozialdemokrat verwies auf die Beratungen im zuständigen Ausschuss – das Ergebnis sei noch offen. Für die Verkehrsprobleme in der Bahnhofstraße gebe es keine Patentlösung, sagte Seidel. Seidels wichtigste Eigenschaft fasste er so zusammen: „Sagen was man tut, und tun, was man sagt.“ Er möchte das Bürgermeisteramt mit Herzblut gestalten.

Torsten Kobelt (Die Partei): Torsten Kobelt (54), gelernter Tischler und Schuhmacher, will sein Wahlkampfbudget von 200 Euro möglichst nicht überschreiten, sagte er. Er wäre ein etwas anderer Bürgermeister, der eine Portion Gelassenheit und Bodenständigkeit mitbringen würde. Er sieht sich selbst als Außenseiter und hat vor, Weyhe zu „entschleunigen“. Die begonnenen Großprojekte würde er abarbeiten. Die Bahnhofstraße als Einbahnstraße lehne er ab, aber beim Thema Verkehr würde er gerne alle Straßen – bis auf die Hauptverbindungsstrecken – zu Tempo-30-Zonen machen. Er gehört zwar zur Satire-Partei, aber er würde als Bürgermeister ernsthafte Politik betreiben. Das habe er auch schon im Rat so gehandhabt.

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